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27.09.2016

15:38 Uhr

Genossenschaftsbanken

Die vier Wiesn-Rabauken

VonElisabeth Atzler

Der gemeinsame Handy-Bezahldienst von Volksbanken und Sparkassen steht kurz vor dem Start. Ausgerechnet jetzt aber preschen vier bayerische Genossenschaftsbanken vor – und kooperieren mit einem Konkurrenten.

Rechtzeitig zur Wiesn stellten vier Genossenschaftsbanken eine Kooperation vor.

Anzeige im Handelsblatt

Rechtzeitig zur Wiesn stellten vier Genossenschaftsbanken eine Kooperation vor.

Zu übersehen war das nicht. Auf einer ganzseitigen Anzeige im „Handelsblatt“ kündigten vier bayrische Genossenschaftsbanken Mitte September ihre neue Kooperation mit Lendstar an. Ihre Kunden können sich nun gegenseitig Geld per Smartphone überweisen. „Bay Landstar“ haben sie die Partnerschaft selbstbewusst getauft. Mit dabei sind die VR Bank München Land, die Raiffeisenbank München-Süd, die Raiffeisenbank im Oberland und die Raiffeisenbank Zorneding.

Die Lendstar-App ermöglicht, dass Smartphone-Nutzer sich gegenseitig Geld schicken können. Ein Angebot, das in Deutschland noch in seinen Anfängen steckt und bisher erst wenig genutzt wird. Wobei neben Lendstar unter anderem auch Cringle und Cookies so genannte Peer-to-Peer-Zahlungen (P2P-Zahlungen) anbieten – und bald auch der „Geldbote“.

Die größten Genossenschaftsbanken (2016)

Platz 10

Evangelische Bank eG (Kassel)

Bilanzsumme: 7,2 Mrd. Euro
Einlagen: 6 Mrd. Euro
Spareinlagen: 1,8 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 4 Mrd. Euro

Platz 9

Sparda-Bank München eG

Bilanzsumme: 7,2 Mrd. Euro
Einlagen: 6,6 Mrd. Euro
Spareinlagen: 1,3 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 4,3 Mrd. Euro

Alle Angaben beziehen sich auf das Jahresende 2016.

Platz 8

Bank für Sozialwirtschaft AG (Köln)

Bilanzsumme: 8,6 Mrd. Euro
Einlagen: 6,6 Mrd. Euro
Spareinlagen: 453 Mio. Euro
Kundenforderungen: 5,5 Mrd. Euro

Platz 8

Sparda-Bank West eG (Düsseldorf)

Bilanzsumme: 9 Mrd. Euro
Einlagen: 8 Mrd. Euro
Spareinlagen: 2,9 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 4,6 Mrd. Euro

Platz 6

Frankfurter Volksbank eG

Bilanzsumme: 9,3 Mrd. Euro
Einlagen: 7,3 Mrd. Euro
Spareinlagen: 1,6 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 5,2 Mrd. Euro

Platz 5

Sparda-Bank Südwest eG (Mainz)
Bilanzsumme: 9,4 Mrd. Euro
Einlagen: 7,7 Mrd. Euro
Spareinlagen: 1,8 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 6,5 Mrd. Euro

Platz 4

BBBank eG (Karlsruhe)

Bilanzsumme: 10,2 Mrd. Euro
Einlagen: 8,7 Mrd. Euro
Spareinlagen: 2,2 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 5,5 Mrd. Euro

Platz 3

Berliner Volksbank eG

Bilanzsumme: 12.5 Mrd. Euro
Einlagen: 10,6 Mrd. Euro
Spareinlagen: 895 Mio. Euro
Kundenforderungen: 7,7 Mrd. Euro

Platz 2

Sparda-Bank Baden-Württemberg eG (Stuttgart)

Bilanzsumme: 13,4 Mrd. Euro
Einlagen: 11,7 Mrd. Euro
Spareinlagen: 4,7 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 10,7 Mrd. Euro

Platz 1

Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (Düsseldorf)

Bilanzsumme: 38,8 Mrd. Euro
Einlagen: 25,7 Mrd. Euro
Spareinlagen: 93 Mio. Euro
Kundenforderungen: 29,7 Mrd. Euro

Quelle

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Denn das Erstaunliche ist: Die vier bayrischen Genossenschaftsbanken beginnen ihre Lendstar-Partnerschaft just kurz bevor mit dem „Geldboten“ ein ähnliches Gemeinschaftsprojekt von Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen starten soll. Sowohl die Genossenschaftsbanken als auch die Sparkassen haben angekündigt, dass das P2P-Zahlsystem im Herbst kommen wird. Er soll per Update in ihre bestehenden Apps wandern.

Vertrauen die vier bayrischen Genossenschaftsbanken dem Geldboten nicht? Doch, das tun sie durchaus. „Wir sind Pilotbank beim Geldboten und finden auch den Geldboten gut“, sagt Anton Lautenbacher, Chef der VR Bank München Land, dem größten der vier Häuser. „Der Vorteil an Lendstar aber ist, dass es ein offenes System ist, ihn also auch Kunden, die nicht bei Genossenschaftsbanken oder Sparkassen sind, nutzen können“, erklärt er. Zudem biete Lendstar mehr Funktionen, etwa auch Geld für Geschenke einsammeln oder um gemeinsame Ausgaben unter mehreren zu teilen.

Und auch der Startzeitpunkt war kein Zufall. „Unsere Idee war, mit Lendstar zur Wiesnzeit zu starten“, sagt Lautenbacher. Am 17. hat das Münchner Oktoberfest begonnen. Da dürfte es zwar weder um Geschenke noch um gemeinsame Ausgaben gehen, aber womöglich lässt sich nach dem Feiern auch Geld unter Freunden am besten per Smartphone eintreiben.

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Den Kunden der Volksbanken drohen steigende Gebühren. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase seien die Zeiten vorbei, in denen „alles kostenlos sein soll“. Strafzinsen für Privatkunden soll es aber nicht geben.

Doch für die vier Genossenschaftsbanken steckt noch mehr dahinter. Sie wollen sich auch im Umgang mit einer jungen Finanztechnologiefirma, kurz Fintech, wie Lendstar üben. „Es ist eine spannende Herausforderung, mit einem Fintech zusammenzuarbeiten, und wir wollten das einmal ausprobieren“, so der Bankchef. „Das Produkt von Lendstar hat uns interessiert, und es passt auch gut zu uns.“

Offenbar so gut, dass sich weitere Volks- und Raiffeisenbanken mit einer Lendstar-Kooperation liebäugeln. „Es gibt aktuell schon sieben weitere Banken, die sich konkret mit der Teilnahme am Netzwerk beschäftigen“, sagt Lautenbacher. Zwei Genossenschaftsbanken aus Nordrhein-Westfalen kooperieren übrigens bereits mit Lendstar. Aber sie konnten ja auch nicht auffällig zur Wiesnzeit starten.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

27.09.2016, 17:10 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

Herr carlos santos

27.09.2016, 17:22 Uhr

Abschied als Kommentar -schreiber beim Handelsblatt:
TEIL 1 :
In meine Jugendjahren da kaufte ich jeden Freitag den Handelsblatt und auch die Frankfurter Allgemeine...denn es gab noch kein Internet !
Ich studierte die Tendenzen der Weltmärkte und verfolgte die Weltpolitik !
Regeln die damals für Wirtschaft und Politik galten, gelten heute nicht mehr da es innerhalb von Sekunden auf dem ganzen Erdball zu ganz andere Entscheidungen in der Welt-Wirtschaft oder in der Welt-Politik kommen können dass alles was bisher Gut war ins negative drehen kann und sämtliche Anstrengungen vernichten können.

Heute lese ich, dank meiner Sprachkenntnisse in Afrika, USA, Cuba, Deutschland, Schweiz, Österreich so viele verschiedene Tageszeitungen wie nur möglich.
NUR SO ENTKOMMT MAN EINE DIKTATUR DIE NACHRICHTEN UNTERDRÜCKT !

Es ist unerträglich mit zu bekommen wie gerade das Europäischer Kontinent in Wirtschaftliche, Politische oder auch gesellschaftlicher belange sich so schlecht entwickelt hat durch die Unqualifizierte Kräfte die es steuerten geworden ist als auch dass es weiterhin unmenschlicher von Tag zu Tag wird !
Weder eine Europäische Union noch einzelne Europäische Staaten haben eine Lösung für die vergangene aufgekommene Problematiken...und noch viel weniger für uns bis heute noch nicht in der Bevölkerung bekannt gewordene Probleme die sich in den kommenden Zeiten zeigen werden müssen aber unsere Staats-und Wirtschaft führende nicht kompetent sich schon heute erweisen den wachsende Probleme je einmal gerecht zu werden.
Durch den Handelsblatt wurde mir möglich zu zeigen was alles weit im voraus abzufangen wäre...Wirtschaftlich, Politisch als auch gesellschaftlich !
Es war mir ein vergnügen die auszulachen die einst mich nicht bei sich haben wollten !!!

Herr carlos santos

27.09.2016, 17:25 Uhr

TEIL 2 :

Und doch waren diese nicht einmal in der Lage aus meine Hinweise daraus zu lernen und daraufhin korrekt und gerechter zu Handeln!
Manchmal wurde ich für einen TROLL gehalten...doch es musste so sein...GROSS GESCHRIEBEN was an andere Menschen die zu bequem sind ein Kommentar zu lesen waren doch zu mindestens die Stichworte meines Anliegens mit bekommen mussten.

Und wenn man sich eingebracht hatte und auch gewarnt habe dass der Stichtag 31.03.2014 für Ganz Europa der entscheidender Termin war viele (...der doch hinterher trotzdem gemachte...) Fehler nicht zu machen wären wenn man mich oder ähnliche Bürger wie mich in der Europäische Politik eingebracht hätte um dort mit zu wirken...so haben diesbezüglich nicht einmal Geheimdienste reagiert...oder eventuell mich nicht für voll gehalten und ausgelacht !Wer lacht jetzt ?

In heutige Tagen wo das Europa als Kontinent nicht nur erst in den Brunnen gefallen ist...sondern sogar bereits ertrunken ist...da bleibt nur noch die Lage mit dem Finger darauf zu zeigen was alles falsch gelaufen ist trotz rechtzeitiger Hinweise !

Es ist Herbst 2016...und es kommen schwarze Wolken auf das Europäischer Kontinent...dessen Unwetter ich nicht mitmachen will.
Die Gesamte Politische und Wirtschaftliche Lage Europas ist weit als nur Finanziell schlecht zu registrieren !
Da ich in meine Kindheit gelernt habe dass wenn alles schief geht...dann gerne versucht wird einzelner Personen die Schuld dafür zu geben gerne ausgeübt wird ( obwohl auch ich einiger Personen die Schuld gebe für das aktueller Dilemma )um das eigener Versagen diese Personen dann zu verdecken...werde ich mich mit heutiger Datum endgültig vom Handelsblatt ausloggen !

Somit wünsche ich an 500 Millionen Europäer Viel Glück beim weiteren Überleben in Europa !

Die Überwachung in Europa ist massiv ausgedehnt...aber leider werden die falsche bewacht...während die die zu bewachen wären gar nicht bewacht werden.


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