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02.03.2006

07:50 Uhr

Georgi neu im Amt

Dresdner Bank ordnet Vorstand neu

VonS. Aufterbeck und C. Potthoff

Die Dresdner Bank ordnet ihren Vorstand erneut. Nach dem Entlassungsgesuch des bisherigen Retail-Vertriebsvorstands Stephan-Andreas Kaulvers vom Wochenende beschloss der Vorstand am Mittwochabend, den gesamten Vertrieb im Retail- und Private-Banking an das Vorstandsmitglied Andreas Georgi zu übertragen. Der Personalwechsel folgt einem Umbau in der Bank.

FRANKFURT. Dies geht aus einem internen Schreiben des Vorstandsvorsitzenden Herbert Walter hervor, das dem Handelsblatt vorliegt. Am 8. März soll sich demnach der Aufsichtsrat mit der Angelegenheit befassen.

Mit dem Umbau wird die erst im November vorgenommene Neuaufteilung zwischen den Bereichen Produktion und Vertrieb konsequenter durchgezogen. Georgi war darin für die Produktion in den beiden Bereichen Retail und Private- Banking zuständig, gleichzeitig verantwortete er für das Private Banking neben der Produktion auch den Vertrieb. Kaulvers war nur für den Vertrieb im Retail zuständig. Künftig wird Georgi den gesamten Vertrieb beider Bereiche übernehmen, für die Produktion wird jetzt ein neuer Vorstand gesucht.

Für die Bank, die seit der Übernahme durch den Allianz-Konzern bereits durch mehrere Umbau-Phasen gegangen ist, bedeutet dies abermals eine Neuausrichtung. Mit der Trennung von Produktion und Vertrieb war sie der Muttergesellschaft gefolgt, die sich zuvor diese Aufteilung gegeben hatte. Vorstandschef Walter will die Produktentwicklung zur „Ideenschmiede“ im Allfinanz-Konzern ausbauen. Entsprechend hoch ist der Stellenwert, den das neue Ressorts Produktentwicklung und seinem Vorstand haben wird.

Mit Georgi hat Walter einen Vertriebs-Chef, dessen Verkäufer-Naturell ihm in seinem neuen Ressort zugute kommen dürfte. Der eher ruhige Vorgänger Kaulvers hatte in diesem Metier zuweilen etwas farblos gewirkt, besonders in Gegenwart seines Allianz-Kollegen, dem Vertriebsvorstand Hansjörg Cramer, dessen Vertriebsorganisation für die Dresdner Bank im vergangenen Jahr 360 000 Neukunden akquiriert hatte. Spekulationen zufolge war Kaulvers Entlassungsgesuch und sein Wechsel zur Bremer Landesbank nicht ganz freiwillig erfolgt.

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