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10.10.2011

19:20 Uhr

Geplante Börsenfusion

Hohe Hürden für Deutsche Börse und NYSE

Im Genehmigungsverfahren der Fusion von Deutscher Börse und NYSE Euronext stellt die EU-Kommission hohe Anforderungen. Bei der Prüfung soll der außerbörsliche Derivate-Handel nicht berücksichtigt werden.

Die EU-Prüfung der geplanten Fusion von Deutscher Börse und NYSE Euronext steht noch aus. dapd

Die EU-Prüfung der geplanten Fusion von Deutscher Börse und NYSE Euronext steht noch aus.

Frankfurt, BrüsselDie EU-Kommission hat eine große Hürde für die Genehmigung der Fusion von Deutscher Börse und NYSE Euronext aufgebaut. Die Wettbewerbshüter lassen bei ihrer Prüfung den außerbörslichen Derivate-Handel (OTC) außer Acht, wie drei mit den Einwendungen der EU vertraute Personen am Montag sagten.

Das erschwert die Situation für die zur Deutschen Börse gehörende Derivate-Börse Eurex und die New Yorker Liffe, die den börslichen Derivatehandel dominieren. Sie hatten argumentiert, dass ihr Marktanteil angesichts der wachsenden Konkurrenz der OTC-Plattformen nicht zu groß sei. Auf dem Zusammenschluss von Eurex und Liffe fußt ein Großteil der Vorteile, die sich die beiden Unternehmen von der transatlantischen Fusion erhoffen. Müssten sie auf Druck der EU Liffe oder Eurex verkaufen, könnte dies den Sinn der gesamten Transaktion in Frage stellen.

Die EU-Kommission hatte den beiden künftigen Partnern in der vergangenen Woche ihre gesammelten Bedenken auf 130 Seiten zugestellt. Diese müssen sich bis zum 19. Oktober dazu äußern. Eine Sprecherin der Wettbewerbsbehörde wollte sich zu den Inhalten am Montag nicht äußern. Auch Deutsche Börse und NYSE lehnten Stellungnahmen ab.

 

Von

rtr

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