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08.02.2005

09:07 Uhr

Geplanter Börsengang steht auf der Kippe

Korruptionsskandal belastet Bank of China

Chinas Staatsbanken kommen nicht aus den Negativschlagzeilen. Nachdem ein neuer Bestechungsskandal bei der Bank of China ans Tageslicht kam, werden inzwischen sogar die internationalen Börsenpläne in Frage gestellt.

and PEKING. Die Bankenaufsicht fürchtet zumindest, dass ausländische Investoren durch die jüngsten Betrügereien abgeschreckt werden könnten. Denn es sind nicht die ersten Korruptionsfälle im chinesischen Bankenwesen.

Gestern verdonnerte die Behörde nach einer Sondersitzung in Peking die Großbanken zu einer schärferen internen Kontrolle und drohte zudem mit härteren Strafen. Es bestehe die Gefahr, dass es weitere Betrugsfälle gebe, heißt es zur Begründung. Schon vor Tagen hatte die Behörde erstmals in seiner Geschichte die Bank of China öffentlich für seine laxe Führung und für die „vielen schwachen Glieder“ im Kontrollmechanismus gerügt.

Dabei ist der jüngste Fall eher klein. Im Nordosten Chinas waren im Januar Manager einer Filiale in Harbin verschwunden – und mit ihnen laut Zeitungsberichten umgerechnet rund 95 Mill. Euro. Peinlich nur: Gerade die Bank of China, Nummer zwei der Bankenlandschaft, sollte das Paradebeispiel für die Internationalisierung der chinesischen Geldbranche werden.

Das Interesse ausländischer Investoren ist groß: JP Morgan und die Deutsche Bank werden immer wieder als mögliche Partner der Bank of China genannt. Gestern meldete die „South China Morning Post“, dass auch die Royal Bank of Scotland den Einstieg prüft. Eine Entscheidung soll möglicherweise im April fallen. Da kommen Betrugsfälle und die Kritik am Management zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

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