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07.06.2016

12:50 Uhr

Geringe Staatsanleihenrenditen

UBS setzt weiter auf Hedgefonds

Hedgefonds könnten in den nächsten zwölf Monaten etwa ein Viertel ihrer Vermögen verlieren, prognostizieren Experten. Die UBS rät ihren Kunden allerdings, an ihnen festzuhalten – es fehlen Alternativen.

Obwohl die Hedgefonds-Branche ihren schlechtesten Jahresbeginn seit 2008 hingelegt hat, empfiehlt die UBS ihren Kunden, an dieser festzuhalten. Reuters

UBS Group AG

Obwohl die Hedgefonds-Branche ihren schlechtesten Jahresbeginn seit 2008 hingelegt hat, empfiehlt die UBS ihren Kunden, an dieser festzuhalten.

ZürichDie UBS Group AG empfiehlt ihren wohlhabendsten Kunden, an Hedgefonds festzuhalten – obwohl die 2,9 Billionen Dollar schwere Branche ihren schlechtesten Jahresbeginn seit 2008 hingelegt hat. Zwar seien die Tage „zweistelliger und dreistelliger Renditen“ bei Hedgefonds vorbei, aber sie erwirtschafteten immer noch genug, um renditehungrige Kunden angesichts negativer Zinsen zufriedenzustellen, sagte Mark Haefele, globaler Investmentchef bei UBS Wealth Management. „Ihre Performance im ersten Halbjahr war nicht beeindruckend, aber sie bieten Diversifikation“, erklärte er im Interview mit Bloomberg. „Sie sollten immer noch ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis bieten oder ein anderes Chance-Risiko-Verhältnis als andere Bereiche wie Staatsanleihen.“

Die UBS erhöhte im April ihre empfohlene Allokation in Hedgefonds von 18 Prozent auf 20 Prozent und erklärte, die Strategie biete Stabilität angesichts volatiler Märkte. Im ersten Quartal waren weltweit netto 15 Mrd. Dollar aus der Hedgefondsbranche abgezogen worden, und einige der weltgrößten Institutionen wie MetLife Inc. teilten mit, sie würden ihre Bestände zurückfahren.

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Hedgefonds könnten in den nächsten zwölf Monaten etwa ein Viertel ihrer Vermögen verlieren, da die Performance nachlasse, prognostizierte Tony James, Präsident von Blackstone Group LP, vorletzte Woche. Der HFRI Fund Weighted Composite Index verlor im ersten Quartal 0,6 Prozent, was der schlechteste Jahresauftakt seit 2008 war.

Anleihen aus entwickelten Ländern dagegen legten zu, weil die Europäische Zentralbank und die japanische Notenbank ihre Konjunkturimpulse ausweiteten und die Federal Reserve auf Zinsanhebungen verzichtete. Der Bloomberg Global Developed Sovereign Bond Index hat seit Jahresbeginn 8,3 Prozent zugelegt, während seine Rendite auf 0,67 Prozent fiel – nahezu ein Rekordtief.

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Haefele sagte, die UBS habe auch sogenannte „Endowment-Style“-Portfolios geschaffen, um Kunden zu ermutigen, mehr in Private Equity und Immobilien zu investieren, um „die Illiquiditätsprämie einzusammeln“.

Die Asset-Management-Sparte der Bank, die 628 Mrd. Franken (566 Mrd. Euro) verwaltet, investiert etwa 16 Prozent in alternative Anlagen, davon 41 Mrd. Franken in Hedgefonds und 52 Mrd. Franken in Immobilien.

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