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11.03.2016

11:42 Uhr

Geschäftszahlen 2015

Commerzbank mit vorsichtigem Ausblick

VonMatthias Streit

Im Gegensatz zur Deutschen Bank hat die Commerzbank 2015 einen Milliardengewinn erwirtschaftet. Daran sollen auch die Aktionäre beteiligt werden. Dennoch mahnt die zweitgrößte deutsche Bank zur Vorsicht.

Die zweitgrößte deutsche Bank legt beim Konzernergebnis auf über eine Milliarde Euro zu. dpa

Commerzbank Frankfurt

Die zweitgrößte deutsche Bank legt beim Konzernergebnis auf über eine Milliarde Euro zu.

Frankfurt am MainFür den Neuen an der Spitze der Commerzbank, Martin Zielke, hat der Vorsitz noch nicht einmal begonnen, da wird schon klar, dass er sich auf ein schwieriges erstes Jahr einstellen muss: „2016 dürfte es eine unverändert hohe Volatilität an den Kapitalmärkten und weitere Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld geben“, erklärte die Bank am Freitag bei der Vorlage ihres Geschäftsberichts. Dennoch plant die Bank insgesamt mit einer leichten Verbesserung des Gewinns, schränkt aber ein: „sofern es nicht zu wesentlichen Änderungen in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen kommt.“

Im Firmenkundengeschäft seien wegen der verhältnismäßig geringen Investitionstätigkeit keine großen Impulse zu erwarten. Dabei kann die Commerzbank auf ein positives Geschäftsjahr 2015 zurückblicken. Das operative Ergebnis ist auf 1,9 Milliarden Euro deutlich gestiegen. Im Vorjahr waren es noch 689 Millionen Euro. Das Konzernergebnis kletterte knapp über eine Milliarde Euro. Von einem insgesamt „ordentlichen Jahr“ spricht der scheidende Commerzbank-Chef Martin Blessing. „Das dritte Jahr in Folge haben wir den Konzernüberschuss und das Ergebnis je Aktie gesteigert“. Letzteres stieg von 23 auf 88 Cent.

Die größten Banken Deutschlands

Platz 10

Helaba

Bilanzsumme: 151 Milliarden Euro

(Stand, wenn nicht anders angegeben: 31.12.2014)

Platz 9

Postbank

Bilanzsumme: 155 Milliarden Euro

Platz 8

NordLB

Bilanzsumme: 198 Milliarden Euro

Platz 7

BayernLB

Bilanzsumme: 232 Milliarden Euro

Platz 6

Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)

Bilanzsumme: 266 Milliarden Euro

Platz 5

Hypovereinsbank

Bilanzsumme: 300 Milliarden Euro

Platz 4

KfW-Bankengruppe

Bilanzsumme: 489 Milliarden Euro

Platz 3

DZ- und WGZ-Bank

Bilanzsumme: rund 500 Milliarden Euro

Davon entfallen etwa 400 Milliarden auf die DZ-Bank und ungefähr 95 Milliarden auf die WGZ-Bank. Am 19. November 2015 wurde bekannt, dass die beiden Genossenschaftsbanken fusionieren werden.

Platz 2

Commerzbank

Bilanzsumme: 564 Milliarden Euro

Platz 1

Deutsche Bank

Bilanzsumme: 1.700 Milliarden Euro

Erstmals seit der Finanzkrise will die Commerzbank 2015 wieder eine Dividende zahlen. Wenn es nach dem Vorstand geht, sollen es 20 Cent je Aktie sein. Endgültig muss darüber noch auf der Hauptversammlung abgestimmt werden. Bei 1,25 Milliarden ausgegebenen Aktien beläuft sich die Ausschüttungssumme auf etwa 250 Millionen Euro.

Damit verabschiedet sich Martin Blessing mit einem Geschenk an die Aktionäre. Und auch für ihn hat sich das Jahr finanziell gelohnt. Am Ende springen etwas sechs Prozent mehr Vergütung raus als noch vor einem Jahr. Blessing erhält 2015 1,7 Millionen Euro.

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Der Vorstandsvorsitzende tritt nach knapp sieben Jahren von seinem Amt zurück. Seine Nachfolger wird ab dem 1. Mai Martin Zielke, der bislang als Vorstand für das Privatkundengeschäft verantwortlich ist.

Zwar liegt die Commerzbank beim Gewinn deutlich vor der Deutschen Bank, die 2015 einen Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro verbuchte. Wie groß der Abstand zwischen den Banken dennoch ist, zeigt ein Blick auf die Bilanzsumme: Bei der Commerzbank sank sie um knapp fünf Prozent auf 532,6 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1,6 Billionen Euro.

Mit Material von Reuters.

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