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22.01.2004

22:06 Uhr

Gespräche mit dem britischen -Capital-Unternehmen Xchanging

Deutsche Bank will Mehrheitsanteil an ETB abgeben

Die Deutsche Bank will sich von der Mehrheit an ihrer auf die Abwicklung von Wertpapiergeschäften spezialisierten Tochter european transaction bank (ETB) trennen. Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bank.

HB FRANKFURT. „Wir sind mit dem britischen Venture-Capital-Unternehmen Xchanging in exklusiven Gesprächen über den Verkauf eines Mehrheitsanteils an der ETB und erwarten einen Vertragsabschluss in den nächsten sechs Monaten“, sagte der Sprecher am Donnerstagabend. Die rund 900 ETB Mitarbeiter seien von dem Vorhaben am Donnerstag unterrichtet worden, erläuterte der Bank-Sprecher. „Für die Mitarbeiter wird sich nichts ändern. Wir rechnen nicht mit Restrukturierungskosten“, fügte er hinzu. Über Preisvorstellungen machte er keine Angaben.

Die Deutsche Bank hatte die ETB 1998 als erste deutsche Transaktionsbank für die Abwicklung von Zahlungsverkehr und Transaktionsgeschäften gegründet. Dabei hatte der Branchenprimus darauf gesetzt, dass auch andere Finanzinstitute diese Geschäftsfelder an die ETB auslagern würden. Diese Hoffnung hatte sich aber nicht erfüllt.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten sich die Deutsche Bank und die Dresdner Bank dazu entschieden, ihren Zahlungsverkehr künftig über die Postbank abwickeln zu lassen. Die an die Börse strebende Postbank wird damit einer der führenden Zahlungsabwickler auf dem deutschen Markt. Damals hatte die Postbank angekündigt, sie werde prüfen, ob sie ihrerseits die Dienste der ETB bei der Abwicklung von Wertpapiergeschäften, neben dem Zahlungsverkehr der zweite wichtige Bereich in der Abwicklung, in Anspruch nehmen will.

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