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17.02.2004

10:10 Uhr

Gespräche mit Unicredito abgebrochen

Rückschlag für Swiss Life bei Gotthardbank-Verkauf

An unterschiedlichen Preisvorstellungen ist der Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life Holding/Rentenanstalt vorerst beim Verkauf seiner Banktochter Banca del Gottardo gescheitert. Die exklusiven Verhandlungen mit der italienischen Unicredito wurden abgebrochen.

HB ZÜRICH. Swiss Life will nun laut weiteren Angaben die Situation in den kommenden Wochen neu beurteilen und rasch eine Lösung finden, damit für die Kunden und Mitarbeiter der Gotthardbank Klarheit über die Zukunft der Bank herrscht. Am 30. März 2004 soll anlässlich der Bilanzpräsentation über die weiteren Schritte informiert werden.

Dem Konsortium gehörten neben Unicredito auch die Swissfirst Bank und private Investoren an. Die Börse reagierte mit Abgaben. Swiss Life verloren in den ersten 45 Handelsminuten 2,3 % auf 236,50 Franken. Der Gesamtmarkt tendierte 0,2 % höher und der DJ StoxxInsurance-Index lag 0,7 % im Plus.

„Das Scheitern der Verhandlungen ist eine Enttäuschung“, kommentierte Eric Güller, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank. Es unterstreiche die existierenden Risiken bei der Umsetzung der Restrukturierung. Bei der Bank Leu hiess es, dass die Situation für Swiss Life anscheinend wieder schwieriger werde. Und Bank Vontobel-Analyst Viktor Dammann bemerkte, dass die Verzögerung bei der Freisetzung von Eigenkapital dazu führe, dass sich Swiss Life weiter Risikoavers verhalten und das Management sich weiter mit der Banca del Gottardo beschäftigen müsse.

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