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29.01.2004

11:06 Uhr

Gespräche über Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen

Commerzbank redet mit Schmidt-Bank

Die schwer angeschlagene Schmidt-Bank führt Kooperationsgespräche mit der Commerzbank.

HB MÜNCHEN. „Wir sind in Gesprächen mit der Schmidt-Bank über eine Kooperation in verschiedenen Bereichen“, sagte ein Commerzbank-Sprecher am Donnerstag. Dabei gehe es um eine Kooperation im Privatkunden- und Firmenkundengeschäft.

Nach ihren Sanierungsfortschritten sei die Regionalbank aus Hof an der Saale insbesondere wegen ihres Privatkundengeschäfts attraktiv für die Commerzbank, sagte der Sprecher. Er lehnte aber einen Kommentar ab, ob die Gespräche in einer Übernahme enden könnten. Dem deutschen Bankensektor wird seit geraumer Zeit eine Konsolidierung vorausgesagt. In diesem Zusammenhang fällt auch immer wieder der Name Commerzbank, Deutschlands drittgrößtes Kreditinstitut.

Die Schmidt-Bank bestätigte in einer kurzen Mitteilung lediglich „Gespräche mit der Commerzbank AG über verschiedene Geschäftsmöglichkeiten“. Die Gespräche würden noch einige Zeit andauern, Ergebnisse gebe es noch nicht. Weitere Auskünfte waren bei der Bank nicht zu erhalten. „Wir melden uns, wenn es konkret wird“, sagte eine Sprecherin.

Die traditionsreiche fränkische Bank, aus der auch der Direktbroker Consors hervor gegangen ist, war durch Kreditausfälle in Schieflage geraten. Nach Milliardenverlusten war die Bank 2001 von einer Auffanggesellschaft der Großbanken Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank und HVB unter Beteiligung der Bayerischen Landesbank gerettet worden. Die Bank hat in Nordbayern und angrenzenden Gebieten etwa 70 Filialen mit rund 360 000 Privat- und etwa 4 000 Firmenkunden. 2002 betrug die Bilanzsumme 5,3 Mrd. Euro.

Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen über einen Verkauf des Filialgeschäfts und des Firmenkundengeschäfts gegeben. Ein angeblicher Käufer, die österreichische Oberbank AG, hatte im Herbst Gespräche dementiert.

In Bankenkreisen hieß es nun, die Möglichkeit für eine Übernahme durch die Commerzbank bestehe. Ein solcher Kauf wäre für die selbst in der Sanierung steckende Commerzbank bezahlbar. Die Commerzbank-Aktie wurde am Vormittag in einem nachgebenden Markt 0,7 Prozent schwächer mit 15,94 Euro gehandelt.

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