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31.07.2014

12:37 Uhr

Gewinnsprung

Santander muss weniger Geld zurücklegen

Faule Kredite fressen weniger Geld bei der spanischen Großbank Santander. Im zweiten Quartal springt der Gewinn in die Höhe. Santander macht es besser als Konkurrent BBVA.

Santander-Filiale in London: Die spanische Großbank legt einen Gewinnsprung hin. AFP

Santander-Filiale in London: Die spanische Großbank legt einen Gewinnsprung hin.

MadridDie Großbank Santander profitiert von der wirtschaftlichen Erholung im spanischen Heimatmarkt und hat überraschend viel verdient. Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal um 38 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Vor allem für faule Kredite musste weniger Geld zurückgelegt werden.

Nach der geplatzten Immobilienpreisblase in Spanien hatten viele Geldhäuser in den vergangenen Jahren mit hohen Abschreibungen zu kämpfen, weil Hausbauer Kredite nicht mehr bedienen konnten. Im zweiten Quartal 2014 ist die spanische Wirtschaft dank der anziehenden Binnennachfrage aber so stark gewachsen wie seit mehr als sechs Jahren nicht mehr.

Santander schnitt deutlich besser ab als der größte Rivale in Spanien, die Bank BBVA. Bei dieser war der Überschuss im Quartal um 39 Prozent auf 704 Millionen Euro abgestürzt. Geringere Einnahmen im Kreditgeschäft sowie Währungsschwankungen wirkten sich hier negativ aus. Zudem hatten Beteiligungsverkäufe den BBVA-Gewinn im Vorjahreszeitraum nach oben getrieben.

Spanisches Geldhaus: Santander-Rivale BBVA verdient weniger

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Währungsschwankungen belasten die zweitgrößte spanische Bank. BBVA machte zwischen April und Juni fast 40 Prozent weniger Überschuss. Allerdings hatten im Vorjahr auch Verkäufe den Gewinn befeuert.

Ebenso wie viele andere spanische Banken ist Santander stark engagiert in Lateinamerika, auch in Argentinien. Das Land ist nach den gescheiterten Verhandlungen mit Gläubigern gerade erneut in die Staatspleite geschlittert. Santander-Chef Javier Marin sagte aber, er erwarte dadurch keine negativen Auswirkungen auf das Geschäft seines Hauses.

Auch in Portugal, wo die Bank Espirito Santo in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckt, ist Santander aktiv. Marin sagte, Santander schaue sich generell immer nach Akquisitionen um. In Portugal sei man aber mit den gegenwärtigen Aktivitäten zufrieden. Espirito Santo braucht nach einem Milliardenverlust dringend frisches Geld.

Von

rtr

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