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28.04.2011

14:26 Uhr

Gewinnsteigerung

Deutsche Börse profitiert von Erdbeben und Schuldenkrise

Als eines der wenigen Unternehmen hat die Deutsche Börse von dem Erdbeben in Japan und der Schuldenkrise profitiert: Es wurde deutlich mehr gehandelt als sonst. Das zeigt sich im Quartalsergebnis.

Händler an der Frankfurter Börse. Quelle: dapd

Händler an der Frankfurter Börse.

FrankfurtDer rege Handel infolge des Erdbebens in Japan und der Schuldenkrise in Europa haben der Deutschen Börse im vergangenen Quartal zu unerwartet deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen verholfen. Die Erlöse seien im ersten Quartal um acht Prozent auf 558,6 Millionen Euro gestiegen, teilte der Marktbetreiber am Donnerstag mit. Der Überschuss belief sich auf 212,8 Millionen - ein Anstieg von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Zahlen lagen deutlich über den Schätzungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt ihrer Prognosen einen Umsatz von 550 Millionen Euro und einen Überschuss von 194 Millionen prognostiziert.

Der Dax-Konzern profitierte auch von seiner strengen Kostendisziplin. Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz hätten schneller Fortschritte gebracht als erwartet, sagte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer. Statt wie geplant ab 2013, sollen Kosteneffekte von 150 Millionen Euro pro Jahr bereits ab dem kommenden Jahr erreicht werden. Die Prognose für die operativen Kosten in diesem Jahr werde daher um vier Prozent auf 890 Millionen gesenkt.

Die im Dax notierte Aktie des Börsenbetreibers legte nach der Veröffentlichung der Zahlen am Mittag um 1,2 Prozent auf 55,93 Euro zu. Im Handel fanden sie allerdings wenig Beachtung: „Hier steht einfach nur die Fusion mit der Nyse im Blick“, sagte ein Aktienhändler.

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Bereits heute Morgen hat der New Yorker Börsenbetreiber Nyse Euronext unmittelbar vor seiner Hauptversammlung nochmals für eine Fusion mit der Deutschen Börse geworben. Man sei zuversichtlich, dass die Wachstumsaussichten durch eine gemeinsame Zukunft mit dem deutschen Konzern verbessert würden, teilte der Börsenbetreiber am Donnerstag bei Vorlage seiner Quartalszahlen mit. Nyse-Chef Duncan Niederauer zeigte sich wenige Stunden vor dem jährlichen Aktionärstreffen kämpferisch: Er freue sich darauf, den Anteilseigner die Schlagkraft des geplanten Zusammenschlusses zu erklären, sagte er. Auf der Hauptversammlung haben Anleger die Gelegenheit, das Management zum künftigen Kurs zu befragen. Über die vorliegenden Kaufgebote, auch von den US-Rivalen, soll dort aber nicht abgestimmt werden.

Kommentare (2)

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Kalle

28.04.2011, 13:36 Uhr

Die Börse profitiert momentan vom billigen Geld. Sobald die Zinsen anziehen ist Schicht im Schacht. Dann geht alles aus dem Papier in Edelmetalle und Rohstoffe, sowie Haus und Grund.
Aktien können auch wertlos werden wie Bonds. Vom Grossvater habe ich noch Aktien von untergegangenen Unternehmen.

FrustiKulli

28.04.2011, 14:48 Uhr

Oh Kalle, da hat wohl der wenig befähigte Großpapa den Nachfolgling in der no-expertise angesteckt. Dann hatte der Großpapa wohl keine Unternehmen mit Preismacht am Markt wie zB Nestle, Allianz mit Präsenz in 70 Staaten weltweit, BASF bzw. Linde in der Chemie, Siemens oder General Electric in Smardgrid oder Stahl wie ThyssenKrupp.
Haus und Grund können verseuchen!...;-))) siehe Japan. Wert dann? Wir in Europa, Frankreich an der Spitze, sind nicht besser dran! Edelmetalle und Rohstoffe sind Psychologie, nicht Substanz! Schon auffällig, wie viele Hopeless-Candidates da im Strom der Masse und ihrem Glauben mitschwimmen! Gutes Weitermitschwimmen, ist nicht so anstrengend wie antizyklisch zu verfahren.

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