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17.10.2011

15:24 Uhr

Glücksspiel

Die Deutsche Bank verzockt sich in Las Vegas

Während in Europa die Schuldenkrise tobt, schlägt sich das Geldinstitut mit unrentablen Hotelkomplexen am Las Vegas Strip herum. Jetzt zeigt sich: Die Bank hat dort mehr Geld eingesetzt, als bisher bekannt.

Das Cosmopolitan Hotel und Resort in Las Vegas: Die Deutsche Bank ist unter die Glücksspieler gegangen. picture alliance/dpa

Das Cosmopolitan Hotel und Resort in Las Vegas: Die Deutsche Bank ist unter die Glücksspieler gegangen.

DüsseldorfDas Engagement der Deutschen Bank in Las Vegas ist größer als bisher angenommen. Wie die britische Financial Times berichtet, hat das Geldinstitut 4,9 Milliarden US-Dollar in die Zockermetropole gesteckt. Der Ausflug in die Wüste Nevadas wird immer teurer und gibt Kritikern neue Ansatzpunkte, die behaupten, das Institut sei lediglich ein Hedgefond mit angeschlossener Geschäftsbank.

Die Summe setzt sich zusammen aus einer Investition von 3,9 Milliarden Dollar in das Cosmopolitan Casino und einem Darlehen von einer Milliarde an  Station Casinos, einen Betreiber von Spielcasinos mit mehreren Häusern im Großraum Las Vegas. Bisher war lediglich über den Einsatz von rund vier Milliarden beim Cosmopolitan berichtet worden.

Der Hotelkomplex mit 3.000 Betten gehört zur Deutschen Bank, seit der Bauherr während der Finanzkrise im Jahr 2008 seine Schulden nicht mehr begleichen konnte. An Station Casinos hält das Institut nach Angaben der Financial Times einen Anteil von 25 Prozent.

Das Geschäft mit Roulette, Blackjack und Spielautomaten bindet dadurch Finanzmittel, die das Institut zurzeit gut gebrauchen könnte. Nach Angaben der Zeitung ist die Summe fast so hoch wie die gesamten Investitionen der Deutschen Bank in Anleihen europäischer Krisenstaaten, darunter Griechenland, Italien, Irland, Spanien und Portugal. Die Anlagen der Bank in den Ländern liegen laut Financial Times bei 5,1 Milliarden Dollar.

Während in Europa die Schuldenkrise tobt, muss sich das Management nun mit unrentablen Hotels am berühmten Las Vegas Strip herumschlagen. Das Cosmopolitan wurde im Dezember vergangenen Jahres eröffnet und schreibt seither Verluste. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres musste das Casino einen Verlust von mehr als hundert Millionen Dollar ausweisen.

Kommentare (28)

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Account gelöscht!

17.10.2011, 16:00 Uhr

"Ein Hedgefond mit angeschlossener Geschäftsbank"

Bei uns heißt das zwar "Geschäfts- und Investmentbank". Kommt aber auf das Gleiche raus.



NEUE_DEUTSCHE_MARK

17.10.2011, 16:07 Uhr

Es reicht !

Die Deutsche Bank ist eine Zockerbank .Wahrscheinlich
wird hier überall gezockt um die hohe Boni für Ackermann
einzufahren .

Solche verantwortunglosen Banken dürfen auf keinen Fall
dann noch mit deutschen Steuergeldern subventioniert
werden .

Leute holt euer Geld von den Konten sonst schaut ihr demnächst in die Röhre .

Account gelöscht!

17.10.2011, 16:08 Uhr

Las Vegas ist doch gerade fuer diese Bank das richige Pflaster. Da sind sie doch Zuhause, das ist ihr Geschaeft!
Einarmige Banditen,Roulett, Black Jack, Lotto oder Derivate, alles das Selbe, mit einem Unterschied, an Derivaten verdient der Staat, d.h. das Volk praktisch Nichts, im Gegenteil. Alle anderen, Suchtgefaehrdenden, Spielarten werden hoch versteuert! Mehr ueber das Fianz- und Geldsystem, leicht verstaendlich unter www.steuerembargo.co.de

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