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14.03.2012

18:55 Uhr

Goldman Sachs

Blankfein reagiert auf Kritiker

In einem in der „New York Times“ veröffentlichen Kündigungsschreiben hatte ein ehemaliger Derivateexperte der Investmentbank Goldman Sachs dem Unternehmen Abzocke vorgeworfen. Firmenchef Lloyd Blankfein hat reagiert.

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein. dpa

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein.

New YorkGoldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein wehrt sich gegen die öffentliche Kritik eines ehemaligen Mitarbeiters. „Es ist bedauerlich, dass eine Einzelmeinung über Goldman Sachs von einer Zeitung verstärkt wird“, schrieb Blankfein am Mittwoch gemeinsam mit Chief Operating Officer Gary Cohn in einer E-Mail an die Mitarbeiter. Sie widerspreche der hohen Meinung, die Angestellte und Kunden laut Befragungen von Goldman hätten.

Blankfein und Cohn reagierten damit auf einen Meinungsartikel in der „New York Times“ vom Mittwoch, in dem Greg Smith, Executive Director bei Goldman in London, eine „giftige und zerstörerische“ Kultur bei der Investmentbank angeprangert hatte. Goldman Sachs, so der Autor, belohne Mitarbeiter, die ihren Kunden fragwürdige Papiere andrehten und dabei so viel Gewinn wie möglich herausholten. Das sei nichts als „Abzocke“, so Smith in seinem öffentlichen Kündigungsschreiben.

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„Wir sind enttäuscht über die Behauptungen“, schrieben nun Blankfein und Cohn in der E-Mail an die Mitarbeiter, die der „New York Times“ vorliegt. „In einer Firma unserer Größe ist es nicht schockierend, dass manche verstimmt sind. Doch sollte dies nicht stellvertretend sein für ein Unternehmen mit mehr als 30.000 Mitarbeitern. „Die Worte, die sie heute gelesen haben, müssen Ihnen angesichts ihrer täglichen Erfahrungen fremd vorkommen“.

Um ihre Meinung zu untermauern, zitieren Bankfein und Cohn die neueste Mitarbeiterbefragung. Demnach hätten 89 Prozent ausgesagt, dass Goldman seinen Kunden außergewöhnlichen Service biete. Jeder, der anders denke, habe intern die Möglichkeit, seine Sorgen anonym mitzuteilen. „Unsere Firma hatte ihre Herausforderungen während und nach der Finanzkrise“, so die Autoren, aber die Mitarbeiter seien immer stolz auf Goldman Sachs gewesen. Zum kritischen Artikel schrieben Blankein und Cohn: „Es ist bedauerlich, dass sie, die in einer schwierigen Zeit so hart gearbeitet haben, nun auf so etwas antworten müssen.“

Von

rüd

Kommentare (4)

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kaielves

14.03.2012, 19:51 Uhr

Wann wird dieses Höllenloch endlich zur riminellen Organisation erklärt und weltweit verboten?


Goldmund

14.03.2012, 21:14 Uhr

Wer selbst schon mal an Mitarbeiterbefragungen teilgenommen hat, weiss, dass deren Ergebnisse das Papier nicht wert sind, auf dem sie niedergeschrieben sind.

Account gelöscht!

15.03.2012, 14:34 Uhr

Schaut ihn euch an, wenn er kein Dreck am Stecken hätte bräuchte er auch nicht zu raegieren

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