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22.02.2016

16:44 Uhr

Goldman Sachs

Investmentbank kalkuliert weniger für Rechtsstreits ein

Rund 5,3 Milliarden Dollar wollte Goldman Sachs 2016 eigentlich für Rechtsstreitigkeiten beiseitelegen. Doch nach neuen Berechnungen sieht es nicht ganz so schlimm aus: Schon zwei Milliarden dürften reichen.

Große Investmentbanken hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Rechtsstreitigkeiten zu lösen – mit milliardenschweren Vergleichen und Bußgeldern. dpa

Banken, die Bußgeldkönige

Große Investmentbanken hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Rechtsstreitigkeiten zu lösen – mit milliardenschweren Vergleichen und Bußgeldern.

BangaloreDie US-Investmentbank Goldman Sachs rechnet inzwischen mit deutlich weniger Kosten für Rechtsstreitigkeiten. Das Geldhaus kappte am Montag seine Schätzung auf zwei Milliarden Dollar. Im November hatte die Bank noch kalkuliert, zusätzlich zu bereits zurückgelegtem Geld noch 5,3 Milliarden Dollar zu brauchen. Solche Kosten seien schwer zu schätzen, erklärte Goldman die Kappung. Die Spanne zwischen den Summen von Vergleichen oder Strafen und dem dafür zurückgelegten Geld sei oftmals groß.

Wie andere Banken auch sieht sich Goldman zahlreichen Verfahren ausgesetzt. Erst im Januar kostete die US-Bank ein Hypotheken-Vergleich mit mehreren US-Behörden mehr als fünf Milliarden Dollar. Goldman war vorgeworfen worden, Käufer von Hypotheken-Anleihen über den Tisch gezogen zu haben, weil die Wertpapiere auf einen Schlag wertlos wurden, als der auf Pump finanzierte US-Immobilienmarkt 2007 kollabierte.

Die großen Rechtsrisiken der Investmentbanken (laut Moody's)

Barclays

Kapitalerhöhung 2008: Es geht um Ungereimtheiten bei der Kapitalerhöhung durch Investoren aus dem Nahen Osten, genauer um die Frage, ob gezahlte Gebühren korrekt veröffentlicht wurden. Altaktionäre blieben bei der Transaktion außen vor. Es ermitteln die britische Finanzaufsicht FCA, US-Justizministerium, SEC, und die britische Behörde für schwere Wirtschaftskriminalität SFO.

Handelssysteme: Hochfrequenzhändler sollen Einblicke in eigentlich anonyme Handelspositionen von anderen Kunden erhalten haben. Es ermitteln die US-Börsenaufsicht SEC und die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft.

HSBC

Geldwäsche: Geldwäsche-Vorwürfe und damit verbundene Sanktionsverstöße hält Moody`s für ein hohes Risiko für das britische Institut.

RBS

Verkauf toxischer US-Hypotheken: Die Royal Bank of Scotland hat dafür bereits 2,5 Milliarden Dollar zurückgelegt, Moody's hält aber eine endgültige Strafzahlung für wahrscheinlich, die „ein Vielfaches“ davon beträgt.

Deutsche Bank

Devisen: Es geht um Kursmanipulationen

Russlandgeschäft: Kunden sollen über die Russland-Tochter der Bank Schwarzgeld gewachsen haben.

Credit Suisse

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

UBS

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

Goldman Sachs

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

Von

rtr

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