Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.03.2016

19:10 Uhr

Goldman Sachs

Zehn Prozent der Stellen im Handelsgeschäft fallen weg

Der Handel mit Anleihen und Währungen läuft so schlecht wie lange nicht. Nur magere 15 Prozent steuerte die Sparte bei Goldman Sachs zu den Gesamteinnahmen ein. Nun will die Investmentbank dort den Rotstift ansetzen.

Zuletzt lief das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Devisen 2008 so schlecht – während der Finanzkrise. dpa

Kriselndes Geschäft

Zuletzt lief das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Devisen 2008 so schlecht – während der Finanzkrise.

LondonDie US-Investmentbank Goldman Sachs streicht einem Insider zufolge bis zu zehn Prozent der Stellen im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen. Die Jobs fielen im Rahmen der jährlichen Leistungsprüfung der Angestellten weg, wenn üblicherweise die Mitarbeiter mit der schlechtesten Bewertung das Unternehmen verlassen müssten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Stellenabbau sei im Handelsgeschäft jedoch diesmal höher als üblich. Ein Goldman-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Ende 2015 hatte die Bank weltweit insgesamt 36.800 Mitarbeiter.

Der Handel mit Anleihen und Währungen läuft derzeit so schlecht wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Die Sparte steuerte zuletzt noch 15 Prozent der Gesamteinnahmen bei – in der Vergangenheit hatte dieser Anteil häufig bei etwa 40 Prozent gelegen. Goldman-Chef Lloyd Blankfein hatte zuletzt weitere Einsparungen signalisiert, wenn die Einnahmen stagnierten. Das Geldhaus hat bereits in der Vergangenheit den Rotstift angesetzt, vor allem beim Personal. Rund ein Viertel der Mitarbeiter sind in den vergleichsweise günstigen Städten Bangalore, Salt Lake City und Dallas beschäftigt. Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren wurde die Belegschaft seit 2012 um zehn Prozent reduziert.

Schrumpfkur oder Großumbau: US-Banken droht Riesenstress

Schrumpfkur oder Großumbau

Premium US-Banken droht Riesenstress

Analysten sehen dunkle Wolken über der amerikanischen Finanzwelt aufziehen. Jobkürzungen wie kürzlich bei Morgan Stanley sind demnach nur die „Spitze des Eisbergs“ verglichen mit dem, was 2016 auf die Branche zukommt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×