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19.07.2011

15:11 Uhr

Griechenland-Hilfe

Privatbanken wollen keine Sondersteuer zahlen

Griechenland zu helfen – das lehnen die deutschen Privatbanken nicht ab. Aber eine Sondersteuer zur Finanzierung neuer Hilfen lehnen sie ab.

Bankenverband-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer ist gegen eine Sondersteuer. Quelle: dpa

Bankenverband-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer ist gegen eine Sondersteuer.

FrankfurtDie privaten Banken in Deutschland wehren sich gegen eine Sondersteuer zur Finanzierung neuer Hilfen für Griechenland. Eine nur vom Finanzsektor zu leistende Abgabe sei der falsche Weg, sagte Bankenverband-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. „Wenn die Politik über eine Sondersteuer oder Abgabe als Lösung der Staatsschuldenkrise nachdenkt, dann müsste diese von allen Bürgern der Währungsunion erhoben werden.“

Die Finanzbranche sei nur zu einem kleinen Teil auch Gläubiger Griechenlands. Das südeuropäische Land ist insgesamt mit knapp 350 Milliarden Euro verschuldet, 190 Milliarden Euro davon halten private Gläubiger im In- und Ausland. Der Rest liegt bei Regierungen, Notenbanken und dem Internationalen Währungsfonds.

Kemmer betonte, die privaten Banken seien weiter grundsätzlich bereit, ihren Beitrag zur Griechenland-Hilfe im Rahmen eines international abgestimmten Konzeptes zu leisten. Nach einem Reuters vorliegenden Diskussionspapier vor dem Euro-Gipfel am Donnerstag ist eine Sonderabgabe für den Finanzsektor eine von drei Optionen, die im Zusammenhang mit Hilfen für Griechenland geprüft wird.

Von

rtr

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