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13.12.2011

14:55 Uhr

Griechenland

Noch keine Einigung mit Gläubiger-Banken

In den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und privaten Gläubiger-Banken hat es noch keine Einigung gegeben. Die Gespräche sollen mit der Vorgängen vertrauten Kreisen zufolge aber fortgesetzt werden.

Die Verhandlungen zwischen Griechenland und Gläubiger-Banken haben noch kein Ergebnis gebracht. dapd

Die Verhandlungen zwischen Griechenland und Gläubiger-Banken haben noch kein Ergebnis gebracht.

AthenDie Gespräche zwischen Griechenland und privaten Gläubigern über die Details eines Anleihetausches sind am Dienstag vorerst ohne Einigung zu Ende gegangen. Reuters erfuhr aus Bankenkreisen, die Beratungen würden fortgesetzt. „Griechenland hat einen Vorschlag (der privaten Gläubiger) bekommen und wird ihn sich ansehen“, hieß es in den mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen. „Der Vorschlag ist nicht zurückgewiesen worden. Die Verhandlungen können aber heute nicht abgeschlossen werden.“

Die Banken hatten sich vor einigen Wochen im Zuge des Rettungsplans für Griechenland bereiterklärt, über einen Anleihetausch auf 50 Prozent ihrer Forderungen zu verzichten. Wichtige Bedingungen des Schuldenschnitts müssen aber noch ausgehandelt werden. Die Beratungen waren für zwei Tage angesetzt. Ein Teilnehmer sagte, bei den Gesprächen habe es Fortschritte gegeben. Wie zudem aus Kreisen verlautete, fordern die Banken, dass die neuen Papiere denselben Status haben wie öffentliche Anleihen.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Spartakus

13.12.2011, 15:05 Uhr

Ein Volk wird versklavt!
Die Exportgier der Industrieländer und deren Großkonzerne, durch Bestechung von korrupten Regierungen und Regierungsmitgliedern Griechenlands und mit der Mittäterschaft von deutschen und französischen Banken, hat zu dieser Überschuldung geführt.
Jetzt wird ein ganzes Volk versklavt, während die Verantwortliche von Siemens, Mercedes, Krauss-Maffei, Dassault, die korrupte griechische Regierungsmitglieder und unsere Bankmanager, unbestraft, ein Leben in Luxus und Überfluss genießen können.
Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Russland, in China, in Frankreich, in Italien und auch in der Türkei! Schaut auf dieses Volk und erkennt, daß ihr dieses Land und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!
Es gibt nur eine Möglichkeit für uns alle: gemeinsam so lange zusammenzustehen, bis dieser Kampf gewonnen, bis dieser Kampf endlich durch den Sieg über die Feinde, durch den Sieg über die Macht der Finsternis besiegelt ist.

Adolf

13.12.2011, 15:12 Uhr

@ Spartakus,
aus der Frankfurter Rundschau kopiert:
„Die Zahl der Suizide in Griechenland hat sich zumindest verdoppelt, wenn nicht verdreifacht“ seit Beginn der Schuldenkrise

Jahuu1

13.12.2011, 16:27 Uhr

Die Spekulanten rächen sich und spekulieren nicht mehr
Jeder drittklassige Provinzpolitiker und jeder viertklassige Leitartikelschreiber hat die Täter gekannt: Die Finanzkrise sei von Spekulanten ausgelöst worden, die zuerst Griechenland und dann nach der Reihe andere Länder in die Krise getrieben haben. Unter dem Eindruck dieser – auch von vielen europäischen Bürgern begeistert geteilten – Überzeugung sind die europäischen Regierungen im Sommer zum Haarschnitt geschritten.
13.12.2011 | von Andreas UNTERBERGER für EU-Infothek

Finanzcrash Finanzcrash

Sie zwangen alle privaten Gläubiger Griechenlands – also vor allem die Käufer griechischer Staatsanleihen –, freiwillig auf 50 Prozent ihrer Forderungen zu verzichten. Vor allem in Deutschland glaubte man, durch diesen Haircut die Last ein wenig von den eigenen Steuerzahlern abgewälzt zu haben. Auf diese hat man ja seit Mai 2010 in mehreren Etappen die Haftung für die griechische Misswirtschaft überwälzt.

Das hat man im übrigen auch auf dem jüngsten Gipfel in einer weiteren teuren Etappe getan (obwohl darüber fast niemand redet, weil man lieber auf die Briten schimpft). Diesmal geschah die Überwälzung der Schulden durch eine forcierte Einschaltung des Währungsfonds, den man als Nicht-EU-Institution bisher in der Schuldenkrise eher nur am Rande mitspielen lassen wollte. Aber auch die Aktivierung des Währungsfonds kostet wieder mindestens(!) 150 Milliarden europäisches Geld. Das man halt neuerlich aus den Zentralbanken nimmt. Bei dieser Umwegkonstruktion muss man einerseits nicht die Parlamente fragen und kann andererseits das in den EU-Verträgen stehende Verbot der direkten Finanzierung von Schuldnerstaaten durch andere Staaten oder europäische Institutionen umgehen.

Gewiss fanden es von Anfang an manche Kritiker ein wenig widersprüchlich, wenn man jemandem zu einem „freiwilligen“ Verzicht zwingt.
http://www.eu-infothek.com/article/die-spekulanten-raechen-sich-und-spekulieren-nicht-mehr

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