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20.09.2012

14:45 Uhr

Griechenlands Krise

Commerzbank fordert Beteiligung der EZB

Commerzbank-Chef Blessing glaubt, dass ein weiterer Schuldenschnitt für Griechenland notwendig ist. Er fordert die EZB auf, sich zu beteiligen. Die lehnt aber, mit der Begründung kein privater Gläubiger zu sein, ab.

Die Commerzbank fordert die Beteiligung der EBZ an einem Schuldenschnitt für Griechenland. dpa

Die Commerzbank fordert die Beteiligung der EBZ an einem Schuldenschnitt für Griechenland.

FrankfurtBei einem weiteren Schuldenschnitt für Griechenland muss nach Ansicht von Commerzbank -Chef Martin Blessing auch die Europäische Zentralbank (EZB) Verzicht üben. "Wir werden am Schluss nochmal einen Schuldenschnitt in Griechenland sehen, an dem sich alle Gläubiger beteiligen werden müssen", sagte Blessing am Donnerstag auf einer Investoren-Konferenz in Frankfurt. Bei dem Schuldenschnitt im März hatten nur die privaten Gläubiger auf rund drei Viertel ihrer Forderungen gegenüber dem verschuldeten Staat verzichtet. Dadurch konnte Griechenland eine Staatspleite abwenden und seine Staatsschulden um rund 100 Milliarden Euro reduzieren.

Die EZB hatte damals nicht teilgenommen, mit der Begründung, sie sei kein privater Gläubiger. Die in Frankfurt ansässige Zentralbank hat am Markt rund 38 Milliarden Euro für griechische Staatsanleihen ausgegeben, die einen Nennwert von 50 Milliarden Euro haben. Auch die Notenbanken aus den 17 Ländern der Euro-Zone haben noch griechische Staatsanleihen in ihren Portfolien. Die Schätzungen liegen bei rund zwölf Milliarden Euro.

Europas Banken haben ihr Engagement in Griechenland dagegen drastisch zurückgefahren. Viele von ihnen haben die länger laufenden, geringer verzinsten Staatsanleihen, die sie im Tausch erhalten hatten, umgehend wieder auf den Markt geworfen. Das Griechenland-Engagement der Commerzbank ist heute gleich Null. Ende 2009 waren es noch 3,5 Milliarden Euro.

Kommentare (2)

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Rechner

20.09.2012, 17:02 Uhr

Herr Blessing hat die Dresdner Bank gekauft, und damit um die 20 Milliarden in den Sand gesetzt.

Herr Blessing hat die ukrainische Forum-Bank gekauft, und damit so um die 1,5 Milliarden in den Sand gesetzt.

Herr Blessing hat der Unicredit ihre Schiffsbankanteile abgekauft, und den Laden jetzt abzuwickeln.

Für die sich daraus ergebenden Verluste ist er ebenso verantworlich wie für die sich aus der Kreditvergabe der Schiffsbank seit 2008 ergebenden Verluste.

Wenn Herr Blessing in den letzten 4 Jahren etwas richtig gemacht hat, dann war das wohl eher Zufall.

Als Belohnung für sein totales Versagen hat er es immerhin geschafft sein Gehalt zu verdreifachen.

Daß Blessing und Aufsichtsratsvorsitzender Müller noch im Amt sind anstatt mit Schimp und Schande verjagt worden zu sein ist nur der grenzenlosen Einfalt der Commerzbankaktionäre zuzuschreiben.

...

Wenn Blessing etwas sagt, dann kann es nur eine gesunde und erfahrungsgemäß richtige Reaktion geben:

DAS GEGENTEIL TUN!

...

Daß er probiert seine Verluste der öffentlichen Hand zuzuschieben ist natürlich klar - daß versuchen alle Dummbankster.

Account gelöscht!

21.09.2012, 09:53 Uhr

Das ist schon nicht mehr notwendig!
Griechenland prüft Reparationsforderungen an Deutschland.
Zitat:
Im Athener Finanzministerium werden die Bleistifte gespitzt. Bis Jahresende wird geprüft, ob das Land Reparationsansprüche an Deutschland geltend machen kann. Forderungen aus einem Kredit von 1942 wären Milliarden wert.
Zitat Ende:
Quelle: Handelsblatt

http://www.handelsblatt.com/politik/international/schuldenstaat-griechenland-prueft-reparationsforderungen-an-deutschland/7156922.html

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