Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.05.2013

08:44 Uhr

Großbank

Gewinn von Société Générale sinkt stärker als erwartet

Der Gewinn der französischen Großbank Société Générale hat sich im ersten Quartal 2013 halbiert. In den kommenden Jahren will das Institut fast eine Milliarde Euro einsparen. Die Bank muss an einigen Stellen nachbessern.

Schwierige Zeiten: Frederic Oudea, Chef der franzöischen Großbank Société Générale. Reuters

Schwierige Zeiten: Frederic Oudea, Chef der franzöischen Großbank Société Générale.

ParisDie französische Großbank Société Générale (SocGen) will in den kommenden drei Jahren 900 Millionen Euro einsparen. Denn wegen der schlechten Wirtschaftslage und Sonderbelastungen hat sich der Gewinn im ersten Quartal 2013 halbiert. Er sank mehr als von Analysten erwartet auf 364 Millionen Euro.

Das Sparprogramm soll nun die Eigenkapitalrendite bis 2015 auf zehn Prozent bringen, sagte Bankchef Frederic Oudea. Ohne Sonderposten lag sie im ersten Vierteljahr nur bei 7,4 Prozent.

Kapitalquoten großer Banken (1. Quartal 2013)

Kernkapitalquoten

Ein Lehre aus den Folgen der Finanzkrise lautet: Banken müssen mehr echtes Eigenkapital vorhalten, dass Verluste auffangen kann. Im „Basel III“ genannten Regelwerk ist eine Mindestquote von 4,5 Prozent aus Eigenkapital und einbehaltenen Gewinnen vorgeschrieben – von Investoren werden aber derzeit eher neun Prozent als Wert für eine stabile Bank angesehen.

Svenska Handelsbanken

17,5 Prozent

Standard Chartered

10,7 Prozent

UBS

10,1 Prozent

HSBC

9,8 Prozent

Deutsche Bank

Nach der Kapitalerhöhung im April 2013: 9,5 Prozent

Santander

9,2 Prozent (Ziel für Ende 2013)

JP Morgan

8,9 Prozent

Credit Suisse

8,6 Prozent („Look-through“ Kapitalquote)

Commerzbank

Ende des 1. Quartals 2013: 7,5 Prozent

Nach der Kapitalerhöhung: 8,6 Prozent

Lloyds

8,1 Prozent

Royal Bank of Scotland

7,7 Prozent

Quelle

Die Kernkapitalquoten stammen von den jeweiligen Geldhäusern und beziehen sich auf das jeweils zuletzt verfügbare Quartal. Die Banken beschreiben die Quote als „Common Equity Tier 1 Ratio nach Basel III“ oder auch nach der EU-Umsetzung der Basel-III-Vorgaben („CRD IV“) als „pro forma fully loaded CRD IV core tier 1 ratio“. Offiziell gilt die Basel-III-Vorgabe erst ab 1. Januar 2019, doch die Investoren verlangen bereits lange eine deutliche Übererfüllung der künftigen Quoten.

Die Franzosen haben bereits im vergangenen Jahr Geschäftsbereiche veräußert, einschließlich ihrer Töchter in Griechenland und Ägypten. Jetzt liegt der Fokus auf einer Reduzierung von Kosten im operativen Geschäft. Vize-Chef Severin Cabannes sagte dem TV-Sender CNBC, in Frankreich könnten 600 bis 700 Stellen abgebaut werden. Diese werde nun mit den Gewerkschaften diskutiert.

Der Gewinnrückgang ist auch im Bemühen der Bank begründet, die Liquidität und Eigenkapitalbasis zu stärken. Die Kernkapitalquote (Tier 1) nach den neuen Basel-III-Regeln betrug zuletzt 8,7 Prozent. Bis Ende 2013 soll sie planmäßig bis dicht an 9,5 Prozent steigen.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

krakendienst

07.05.2013, 08:57 Uhr

Das hört sich normal an: wie soll er denn auch steigen wenn man so stark in Grexia involviert ist und daher danach trachtet, dass die gesamteuropäische Einlagensicherung die Konten der deutschen biederen aber konsequenten Sparer plündert!??

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×