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12.09.2013

11:54 Uhr

Großbank

Societe Generale erwägt Verkäufe in Asien

Die Societe Generale erwägt angeblich den Verkauf des Geschäfts mit reichen Privatkunden in Asien. Nach der Bank of America und der ING wäre die Bank das dritte Institut, dass sich aus Asien zurückzieht.

Der CEO der französischen Bank Societe Generale Frederic Oudea erwägt, das Asien-Geschäft mit besonders reichen Kunden zu verkaufen. AFP

Der CEO der französischen Bank Societe Generale Frederic Oudea erwägt, das Asien-Geschäft mit besonders reichen Kunden zu verkaufen.

HongkongDie französische Großbank Societe Generale (SocGen) spielt offenbar den Verkauf von weiteren Unternehmensteilen durch. Zur Disposition stehe das Asien-Geschäft mit besonders reichen Kunden, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen zu Reuters. Die entsprechende Tochter mit Sitz in Singapur könne rund 600 Millionen Dollar einbringen.

Frankreichs zweitgrößte börsennotierte Bank lehnte eine Stellungnahme zu den Reuters-Informationen ab. Sie wäre - nach der Bank of America und ING - bereits das dritte internationale Geldhaus binnen fünf Jahren, das sich unter dem Druck der wachsenden Konkurrenz in dem Segment aus Asien zurückzieht.

Studien zufolge könnte der asiatisch-pazifische Raum schon 2014 die Region mit den meisten Super-Reichen werden. Noch liegt Nordamerika vorne. Anders als in Europa oder den USA vertrauen die Millionäre in Asien ihr Vermögen aber nicht nur einem oder wenigen Banken an, sondern verteilen es in kleinen Portionen auf viele Institute. Das fördert die Konkurrenz. Der Druck führte zuletzt aber dazu, dass vor allem kleinere Anbieter aus dem Markt gedrängt werden. Die fünf größten Anbieter in dem Bereich vereinen weltweit rund die Hälfte aller verwalteten Anlagen auf sich. In Asien sind vor allem UBS und die Citigroup stark vertreten.

Zu den Interessenten für das SocGen-Geschäft könnten Standard Chartered sowie die beiden Singapur-Banken United Overseas und DBS zählen, sagten die Insider zu Reuters. Die Einheit der französischen Bank verwaltet nach Analystenschätzung ein Vermögen von zehn bis zwölf Milliarden Euro. Der Verkauf wäre der nächste Schritt im Umbau der Bank. SocGen hat sich dieses Jahr bereits von der japanischen Tochter für reiche Privatkunden getrennt.

Von

rtr

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