Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2013

20:44 Uhr

Großbritannien

Barclays plant Milliarden-Kapitalerhöhung

Über Pläne für eine Kapitalerhöhung der britischen Großbank Barclays wurde bereits gemunkelt. Die Bank will nun tatsächlich Geld einsammeln. Die beherrschende Frage: Werden auch neue Aktien ausgegeben?

Das Logo der Barclays Bank aufgenommen in London. Gespannt wartet die Finanzwelt auf den Halbjahresbericht der britischen Großbank. dpa

Das Logo der Barclays Bank aufgenommen in London. Gespannt wartet die Finanzwelt auf den Halbjahresbericht der britischen Großbank.

LondonDie britische Bank Barclays will Kreisen zufolge mit der milliardenschweren Ausgabe neuer Aktien ein Loch in ihrer Kapitaldecke stopfen. Das Institut plane die Ausgabe von Aktien im Wert von rund fünf Milliarden Pfund (knapp 5,8 Milliarden Euro), sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Mit der Ankündigung sei bereits am Dienstag zu rechnen, wenn das Geldhaus seine Halbjahresbilanz vorstellt. Barclays lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Das Institut bestätigte aber, Pläne für die Kapitalausstattung bekanntgeben zu wollen. Hintergrund sind Berechnungen der britischen Finanzaufsicht, wonach sich ein zusätzlicher Kapitalbedarf in Höhe von sieben Milliarden Pfund ergeben hat.

Bei der Ausgabe der Aktien werde Barclays-Eignern die Möglichkeit zum Kauf gegeben, damit ihre Anteile nicht verwässert werde, hieß es. Am Montag hatte bereits die "Financial Times" über eine bevorstehende Kapitalerhöhung berichtet. Das „Wall Street Journal“ meldete am Freitag, die Bank werde möglicherweise Bonds verkaufen oder neue Aktien ausgeben, um an Kapital zu gelangen. In britischen Zeitungen hieß es, die beratenden Banken hätten bei den Investoren bezüglich der Ausgabe neuer Aktien im Volumen von vier Milliarden Pfund nachgehört.

Zinsskandal: Ermittler setzen auf weitere Libor-Anklagen

Zinsskandal

Ermittler setzen auf weitere Libor-Anklagen

Die Britischen Libor-Ermittler bleiben ihrer Linie treu und wollen in den kommenden Monaten sowohl hochrangige Banker als auch ganze Unternehmen anklagen. Doch das ist nicht genug, sagen Kritiker.

Barclays und andere europäische Banken müssen auf Druck der Aufsichtsbehörden ihre Kapitalpolster verstärken. Mit schärferen Eigenkapitalregeln soll verhindert werden, dass erneut Institute in Schieflage geraten und mit Steuergeldern gerettet werden müssen.

Barclays-Aktien waren mit Abschlägen von 3,5 Prozent größter Verlierer im Blue-Chip-Index FTSE-100.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×