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16.01.2007

10:49 Uhr

Groupe Banque Populaire

Pariser Bankgruppe kauft zu

Die französischen Genossenschaftsbanken Groupe Banque Populaire wollen ihr Geschäft um finanznahe Bereiche erweitern: Dazu kündigte die Bankengruppe am gestrigen Montag an, für 800 Mill. Euro die Mehrheit des Immobilien-Service-Anbieters Foncia zu übernehmen.

ali PARIS. Foncia ist in Frankreich ein Marktführer bei der Verwaltung privater Wohnimmobilien. Zudem bietet die Firma Makler-Dienste an und investiert selbst im Immobiliensektor. 2005 betrug der Umsatz 360 Mill. Euro, der Nettogewinn 33 Mill. Euro.

Das Immobiliengeschäft ist für Frankreichs Banken eine wichtige Ertragsquelle. Der harte Wettbewerb in der Immobilienfinanzierung macht es allerdings unmöglich, Zinserhöhungen sofort an die Kunden weiterzugeben.

Pierre Flabbée, Analyst des Brokers Kepler, hält den Zukauf für einen geschickten Schachzug. Denn damit könne die Gruppe Zusatzdienstleistungen zum reinen Finanzgeschäft anbieten, die nicht viel Eigenkapital binden. Die Banque Populaire bezeichnete den Kauf als „echten Wachstumsträger für das Privatkunden-Geschäft“. Die Bankengruppe will den Foncia-Kunden Finanzdienstleistungen wie Kredite oder Versicherungen verkaufen. Außerdem sollen bestehende Kunden gehalten werden, indem die Bankengruppe ihnen die Dienstleistungen der Foncia künftig anbietet. Auch andere Banken setzen auf das Immobiliengeschäft, wie etwa BNP Paribas.

Die Banque Populaire will zunächst Foncia-Gründer Jacky Lorenzetti 61 Prozent des Kapitals für 800 Mill. Euro abkaufen. Das entspricht einem Gebot von 40 Euro je Aktie, die zuletzt bei 36 Euro notierte. Lorenzetti soll den Immobiliendienstleister weiter leiten, hieß es.

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