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06.05.2014

08:42 Uhr

Gutes Geschäft mit Vermögensverwaltung

Reiche und Superreiche bringen Geld zur UBS

Für das erste Quartal verbucht die UBS einen Gewinnanstieg. Die Schweizer Großbank will sich eine Holdingstruktur geben. Aktionäre wird die neue Struktur mit einer Sonderdividende schmackhaft gemacht.

Gebäude der UBS in Zürich: Die Schweizer Großbank belasten Altlasten. dpa

Gebäude der UBS in Zürich: Die Schweizer Großbank belasten Altlasten.

ZürichDie Ausrichtung ihres Geschäfts auf die Vermögensverwaltung zahlt sich für die Schweizer Großbank UBS aus. Nach einem Gewinnanstieg im Auftaktquartal können sich die Aktionäre Hoffnungen auf eine saftige Dividendenerhöhung machen, auch weil sich die Kernkapitalquote verbesserte. Der Nettogewinn kletterte im Auftaktquartal um sieben Prozent auf 1,05 Milliarden Franken (830 Millionen Euro), wie UBS am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 905 Millionen Franken gerechnet. Die Kernkapitalquote der größten Schweizer Bank erhöhte sich auf 13,2 Prozent von 12,8 Prozent Ende vergangenen Jahres. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für die Ausschüttung von mindestens 50 Prozent des Gewinns an die Aktionäre erfüllt. „Wir haben unser vor zwei Jahren festgelegtes Ziel einer harten Kernkapitalquote von 13 Prozent übertroffen und damit einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen und seine Anspruchsgruppen erreicht“, erklärte Konzernchef Sergio Ermotti.

Gegenüber ihren Rivalen hat UBS die Nase vorn. Die Deutsche Bank will neues Geld am Kapitalmarkt einsammeln. Credit Suisse dürfte nach Einschätzung von Analysten die Dividende kaum erhöhen, weil sie Mittel für die Aufstockung des Eigenkapitals braucht. Zuletzt schüttete UBS 0,15 Franken oder rund 30 Prozent des Jahresgewinnes an die Aktionäre aus.

UBS kam zugute, dass sie sich vor mehr als einem Jahr aus dem kapitalintensiven und schwankungsanfälligen Anleihengeschäft zurückzog und auf die Vermögensverwaltung konzentrierte. Altlasten und nicht mehr zum Kernbereich zählende Geschäfte baut die Bank laufend ab und reduziert so die Bilanzrisiken (RWA). Die Eigenkapitalquote steigt.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Vom Vorsteuergewinn von 1,39 Milliarden Franken kamen im ersten Quartal 860 Millionen aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft, das die Gewinnmarge leicht verbessern konnte. Das Investmentbanking, das vor allem im Aktienhandel punkten konnte, steuerte zwar deutlich weniger bei als ein Jahr zuvor, der Vorsteuergewinn lag aber immer noch bei 425 Millionen Franken. Vom traditionellen Schweizer Bankgeschäft kamen 386 Millionen Franken. Im Corporate Center, wo auch die Altlasten verbucht werden, lief ein Verlust von rund 400 Millionen Franken auf. Bei der Deutschen Bank und Credit Suisse, die beide stärker auf das Investmentbanking setzen, nahm der Gewinn jeweils um rund ein Drittel ab.

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