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27.08.2012

13:49 Uhr

Halbjahresbericht

Gewinn der LBBW halbiert sich

Die LBBW macht die Zurückhaltung der Kunden für das schlechte Ergebnis im ersten Halbjahr verantwortlich. Der Überschuss nach Steuern hat sich bei der Landesbank im Vorjahresvergleich halbiert.

Zentrale der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart: Der Gewinn hat sich halbiert. dpa

Zentrale der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart: Der Gewinn hat sich halbiert.

StuttgartDie Schuldenkrise setzt der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zu. Der Nettogewinn brach im ersten Halbjahr um mehr als 50 Prozent auf 165 Millionen Euro ein, wie das Institut am Montag mitteilte. Viele Kunden hätten sich wegen des unsicheren Umfelds mit Wertpapiergeschäften zurückgehalten, hieß es zur Begründung.

Außerdem schlugen negative Bewertungseffekte zu Buche. Im Gesamtjahr peilt die größte deutsche Landesbank aber weiter ein Ergebnis über dem des Vorjahres an - „sofern es nicht zu neuen dramatischen Verwerfungen an den Finanzmärkten kommt oder die Konjunktur unerwartet schwer einbricht“.

In der Schuldenkrise hilft der LBBW ihr Fokus auf das klassische Bankgeschäft mit Privat- und Unternehmenskunden. Es läuft nach wie vor recht stabil, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft musste nur leicht nach oben geschraubt werden.

Sofern es nicht zu neuen dramatischen Verwerfungen an den Finanzmärkten komme, rechnet die LBBW für das Gesamtjahr dennoch mit einem Ergebnis über dem Vorjahr. Den Abbau von Risiken außerhalb des Kundengeschäfts treibt Bankchef Hans-Jörg Vetter seit Jahren voran und nimmt dabei notfalls auch Verluste in Kauf. Das tat er auch im ersten Halbjahr.

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Die Überschüsse der Landesbank gehen im zweiten Quartal stark zurück.

Bei der Restrukturierung sieht Vetter die LBBW auf Kurs: Die Kernkapitalquote lag per Ende Juni bei soliden 14,2 Prozent und soll durch die Wandlung Stiller Einlagen der Eigner in hartes Kernkapital weiter steigen. Die Gespräche dazu seien weit fortgeschritten, erklärte die Stuttgarter Bank. Vom geplanten Abbau von rund 2500 Stellen seien bereits Austritte in der Größenordnung von etwa 2300 Vollzeitstellen fest vereinbart.

Die Landesbank schrieb im vergangenen Jahr nach drei verlustreichen Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen. Die Bank hatte in der Finanzmarktkrise 2009 mit einer Kapitalspritze der Gesellschafter - Land, Stadt Stuttgart und Sparkassen - in Höhe von fünf Milliarden Euro gerettet werden müssen. Die Europäische Union machte eine Restrukturierung der Landesbank zur Bedingung für die Genehmigung der Hilfen. Die erste Tranche in Höhe von einer Milliarde Euro will die LBBW im kommenden Jahr zurückzahlen.

Die Ratingagentur Moody's hatte die Bemühungen der Bank, sich aus der Krise zu kämpfen, zuletzt vorsichtiger beurteilt. Zunächst stufte sie im Juni die langfristige Bonitätsbewertung auf A3 zurück. Die Agentur begründete den Schritt mit einem gestiegenen Risiko weiterer Schocks durch die Schuldenkrise verbunden mit einer begrenzten Fähigkeit des Instituts, Verluste aufzufangen. Im Juli legte Moody's nach und senkte den Ausblick für die LBBW und für 16 andere deutsche Kreditinstitute auf negativ.

Kommentare (2)

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Wie_schwul_ist_das_denn

27.08.2012, 13:37 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

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Account gelöscht!

27.08.2012, 15:10 Uhr

"Die LBBW macht die Zurückhaltung der Kunden für das schlechte Ergebnis im ersten Halbjahr verantwortlich."

Na zum Glueck liegt die Schuld nicht bei der Bank.

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