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21.07.2014

09:48 Uhr

Halbjahresbilanz

Vermögen bei Julius Bär wächst kräftig

Die Privatbank Julius Bär blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Die Übernahme der brasilianischen GPS und die Zusammenarbeit mit einer israelischen Bank treiben die Schweizer an.

Konzernzentrale der Privatbank Julius Bär in Zürich. Reuters

Konzernzentrale der Privatbank Julius Bär in Zürich.

ZürichDie Schweizer Privatbank Julius Bär sieht sich im Steuerstreit mit den USA auf der Zielgeraden. Die Gespräche mit den USA-Behörden liefen weiter und er gehe davon aus, dass Bär eine faire Lösung finden werde, sagte Konzernchef Boris Collardi am Montag bei der Veröffentlichung des Halbjahresabschlusses. „Es handelt sich um einige Monate und nicht um Jahre wie in der Vergangenheit“, erklärte er weiter. Dass Credit Suisse einen Vergleich mit den USA erreicht habe, komme auch für Bär einem Durchbruch gleich.

Credit Suisse und Bär sind zwei von insgesamt gut einem Dutzend Schweizer Banken, gegen die die Amerikaner wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung seit Jahren ermittelt haben. Im Mai konnte Credit Suisse den Fall mit der Bezahlung einer Geldstrafe von 2,8 Milliarden Dollar beilegen, die meisten anderen Institute hoffen auch auf eine baldige Einigung.

Größte Vermögensverwalter der Welt

Platz 10

Deutsche Bank (Deutschland)

380 Milliarden Dollar (Vorjahr: 387 Mrd. $)

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking. Stand jeweils Ende 2013 im Vergleich zu 2012.

Platz 9

HSBC (Großbritannien)

382 Milliarden Dollar (Vorjahr: 398 Mrd. $)

Platz 8

BNP Paribas (Frankreich)

383 Milliarden Dollar (Vorjahr 349 Mrd. $)

Platz 7

Raymond James Financial (USA)

454 Milliarden Dollar (398 Mrd. $)

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

660 Milliarden Dollar (647 Mrd. $)

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

887 Milliarden Dollar (Vorjahr: 862 Mrd. $)

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1618 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1200 Mrd. $)

Platz 3

Morgan Stanley (USA)

1909 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 2

Bank of America (USA)

2002 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 1

UBS (Schweiz)

2055 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1747 Mrd. $)

Dazu gehört auch die Schweizer Tochter der israelischen Bank Leumi. Im Juni hatte Leumi mitgeteilt, dass das Institut nahe an einer Lösung sei. Bär gab am Montag bekannt, die Leumi-Kunden in der Schweiz übernehmen zu wollen. Die rechtliche Einheit bleibe aber bei Leumi und damit auch die Verpflichtungen in Zusammenhang mit dem US-Steuerstreit. Das Schweizer Geschäft von Leumi verwaltet Vermögen von 5,9 Milliarden Franken. Bär rechnet für die Transaktion einschließlich der Integrationskosten mit eine Belastung von 60 bis 70 Millionen Franken.

Zur Jahresmitte verwaltete Bär insgesamt 274 Milliarden Franken an Vermögen. Das Wachstum von acht Prozent im Vergleich zum Jahresende 2013 ging vor allem auf die Übernahme der brasilianischen GPS und auf neue Kunden zurück. Die Neugelder stammten dabei vor allem aus den Schwellenländern sowie Deutschland und der Schweiz. Die rekordhohen verwalteten Vermögen und Kostensenkungen führten zu einem Gewinnanstieg von zehn Prozent auf 288 Millionen Franken - deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Anleger griffen zu: Im frühen Handel stiegen die Aktien um fast acht Prozent auf 39,41 Franken.

Von

rtr

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