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28.08.2013

17:44 Uhr

Halbjahreszahlen

Übernahme der BHF-Bank weiterhin ungewiss

Gute und schlechte Nachrichten für die BHF-Bank: Im ersten Halbjahr 2013 verbucht das Institut schwarze Zahlen. Der Verkauf der Tochter von der Deutschen Bank an RHJ ist dagegen weiterhin ungewiss.

Schriftzug der BHF-Bank. Im ersten Halbjahr 2013 konnte das Institut erneut positive Zahlen präsentieren. picture-alliance

Schriftzug der BHF-Bank. Im ersten Halbjahr 2013 konnte das Institut erneut positive Zahlen präsentieren.

FrankfurtDie Deutsche-Bank-Tochter BHF-Bank kann vor dem lange herbeigesehnten Verkauf abermals schwarze Zahlen präsentieren. Das operative Ergebnis kletterte im ersten Halbjahr auf 6,8 (Vorjahr: 5,4) Millionen Euro, weil alle Sparten ordentlich lieferten, wie die BHF am Mittwoch mitteilte. Risiken wurden weiter abgebaut, die Bilanzsumme schrumpfte. Der Vorsteuergewinn sackte dagegen auf 4,1 (31,2) Millionen Euro ab - vor einem Jahr hatte allerdings der Verkauf der eigenen Zentrale noch extra Geld in die Kasse gespült. Außerdem investiert die Bank im Moment sehr viel in ihre IT und will auch im zweiten Halbjahr noch einiges in ihren Umbau stecken, um sich aufzuhübschen.

Die BHF-Bank war der Deutschen Bank mit der Übernahme von Sal. Oppenheim zugefallen. Seither soll sie verkauft werden - doch das entwickelt sich zur unendlichen Geschichte: Ein Verkauf an die liechtensteinische Bank LGT war am Widerstand der Finanzaufsicht Bafin gescheitert. Danach meldete ein Konsortium um den Finanzinvestor RHJ International Interesse an und einigte sich mit der Deutschen Bank vor rund einem Jahr auf den knapp 400 Millionen Euro teuren Kauf der BHF-Bank.

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Der Vermögensverwalter Blackrock muss bis Ende des Monats alle fehlenden Informationen zum Kauf der Privatbank BHF vorlegen. Der Genehmigungsprozess zieht sich bereits außergewöhnlich lange hin.

Doch in trockenen Tüchern ist der Deal längst nicht. Noch immer fehlen der Bafin Finanzkreisen zufolge Unterlagen der Co-Investoren, namentlich Blackrock, um die Übernahme abzusegnen. „In der Sache gibt es nichts Neues“, sagte ein Insider am Mittwoch. Mitte August hatte es geheißen, der US-Vermögensverwalter habe nur noch bis Monatsende Zeit, die fehlenden Informationen zu liefern. Ansonsten drohe dem Deal das Aus. Blackrock äußert sich zu Einzelinvestments nicht.

Die vom deutschen Investmentbanker Leonhard Fischer geführte RHJ will die BHF-Bank mit dem britischen Institut Kleinwort Benson zusammenführen, das ihm bereits gehört. Am Donnerstag werden die Halbjahreszahlen von RHJ erwartet. Branchenkenner hoffen, Fischer dann auch etwas zum Stand der BHF-Übernahme entlocken zu können.

Von

rtr

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