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05.04.2006

08:38 Uhr

Hamburg und Kiel wollen Anteile nicht verkaufen

Spekulation über Börsengang von HSH Nordbank

Die HSH-Nordbank-Eigner Hamburg und Schleswig-Holstein halten sich die Tür für einen Börsengang der Landesbank offen. Derzeit hegen sie nach eigener Auskunft aber keine Pläne für einen solchen Schritt.

HB HANNOVER. „Ein Börsengang ist derzeit nicht konkret geplant“, sagte die Sprecherin des Finanzministeriums in Kiel, Ina Diepold, am Mittwoch. „Man kann ihn aber nicht grundsätzlich ausschließen.“ Wortgleich äußerten sich Diepolds Kollege in Hamburg und die Sprecherin der HSH Nordbank.

Diepold bestätigte, dass sich die beiden Bundesländer von Investmentbanken über strategische Optionen für ihre HSH-Anteile beraten lassen. „Eine konkrete Zielrichtung gibt es nicht“, sagte sie. Laut „Financial Times Deutschland“ wollen sich Hamburg und Schleswig-Holstein bei einem Treffen am Freitag von den Banken unter anderem über die Vorteile eines möglichen Börsenganges informieren lassen.

HSH-Sprecherin Michaela Fischer-Zernin sagte, Bankchef Alexander Stuhlmann habe immer betont, das Institut solle kapitalmarktfähig sein, damit die Eigentümer alle Optionen hätten. Dies schließe einen Börsengang ein.

Ein Verkauf von HSH-Anteilen durch Hamburg oder Schleswig-Holstein stehe nicht zur Debatte, unterstrich der Sprecher der Hamburger Finanzbehörde, Sebastian Panknin. Er verwies auf eine Vereinbarung, wonach die beiden Länder bis 2013 zusammen mindestens 50,1 Prozent der Anteile an der HSH Nordbank behalten müssen. Einem möglichen Börsengang stünde diese Vereinbarung Panknin zufolge aber nicht entgegen.

Dem Zeitungsbericht zufolge hat die WestLB Interessenten für ihren knapp 27-prozentigen Anteil an der HSH ausgemacht. Das Institut sondiere derzeit einen Verkauf. Ein WestLB-Sprecher sagte dazu lediglich: „Wir wollen die Werthaltigkeit unseres Anteils weiter steigern.“

An der HSH Nordbank hält Hamburg 35,38 Prozent der Anteile. Die WestLB besitzt 26,58 Prozent, Schleswig-Holstein 20,02 und der Sparkassen und Giroverband für Schleswig-Holstein 18,02 Prozent. Die HSH Nordbank ist 2003 aus der Fusion der Hamburgischen Landesbank und der Landesbank Schleswig-Holstein hervorgegangen. Das Institut ist die fünftgrößte Landesbank in Deutschland.

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