Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.02.2017

16:42 Uhr

Handelsblatt-Tagung Sparkassen und Landesbanken

„Jammern bringt nichts“

VonElisabeth Atzler, Frank Matthias Drost

Der Chef der BayernLB und neue VÖB-Präsident Johannes-Jörg Riegler stimmt die Branche auf schwere Jahre ein. Doch vom Klagen rät er ab. Keine Probleme hat der Manager mit den jungen Finanztechnologiefirmen.

Der Vorstandsvorsitzende der bayerischen Landesbank (BayernLB) und VÖB-Präsident: „Jammern bringt nichts“ dpa

Johannes-Jörg Riegler

Der Vorstandsvorsitzende der bayerischen Landesbank (BayernLB) und VÖB-Präsident: „Jammern bringt nichts“

Berlin Der Präsident des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), Johannes J. Riegler, stimmt die Kreditwirtschaft auf weiter schwere Zeiten ein. „Es wird nicht besser“, sagte er auf der Handelsblatt Jahrestagung für Sparkassen und Landesbanken.

Der Ertragsdruck maßgeblich bedingt durch Niedrigzinsen werde noch „einige Jahre“ andauern. „Jammern bringt aber nichts“, sagte Riegler, der in Personalunion auch Chef der BayernLB ist. Der VÖB ist der Lobbyverband der Landesbanken und Förderbanken.

Bundesverband Öffentlicher Banken: BayernLB-Boss Riegler wird neuer Cheflobbyist

Bundesverband Öffentlicher Banken

BayernLB-Boss Riegler wird neuer Cheflobbyist

Stühlerücken beim Bundesverband Öffentlicher Banken: Neben Liane Buchholz verlässt auch Gunter Dunkel die Spitze des Verbandes. Sein Nachfolger als Präsident wird der Bayer Johannes-Jörg Riegler.

Keine Probleme hat der Manager damit, wenn mit den jungen Finanztechnologiefirmen, auch „Fintechs“ genannt, neue Wettbewerber auf den Plan treten. Mit dieser Herausforderung könne man unternehmerisch umgehen. Dazu müssten die Banken auch ihre Geschäftsmodelle ändern und beispielsweise für Dienstleistungen Geld verlangen, die bisher kostenlos waren. Viele Fintechs sind allerdings auch eher auf Kooperationen mit den etablierten Geldhäusern aus und weniger darauf, ihnen Konkurrenz zu machen.

Banking-App der Sparkasse: Massenstart für Yomo

Banking-App der Sparkasse

Premium Massenstart für Yomo

Während die Smartphone-Bank N26 fleißig neue Kunden gewinnt, basteln die deutschen Sparkassen an ihrer eigenen Version einer Girokonto-App. Die Smartphone-Anwendung soll bald flächendeckend starten – und kostenlos sein.

Schwerer tut sich Riegler mit der aus seiner Sicht überbordenden Regulatorik. „Jede Maßnahme isoliert für sich betrachtet, ergibt Sinn“, aber insgesamt seien die Belastungen erheblich. 2014 lagen die regulatorischen Kosten für die BayernLB beispielsweise bei neun Millionen Euro, 2015 übertrafen die Kosten 100 Millionen Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×