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10.11.2015

12:54 Uhr

Hans-Walter Peters

Neuer Bankenpräsident gewählt

VonLaura de la Motte

Ein Privatbankier führt künftig den privaten Bankenverband. Der scheidende Präsident des Verbands, Jürgen Fitschen, warnt Brüssel vor Schnellschüssen beim europaweiten Schutz von Spareinlagen.

Der Chef der Berenberg Bank löst Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen an der Spitze des BdB ab. dpa

Hans-Walter Peters

Der Chef der Berenberg Bank löst Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen an der Spitze des BdB ab.

FrankfurtDer Chef der Hamburger Berenberg Bank vertritt künftig die deutschen Privatbanken gegenüber der Politik und in der Öffentlichkeit. Der 60-jährige Hans-Walter Peters sei einstimmig zum Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) gewählt werden, teilte der Verband am Montag in Frankfurt mit. Peters folgt dem scheidenden Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen, der sein Amt am 11. April 2016 abgibt.

Zuvor meldete sich Fitschen am Montag noch einmal zu Wort. Er warnte Brüssel vor Schnellschüssen beim europaweiten Schutz von Spareinlagen. „Eine gemeinsame Einlagensicherung darf nicht zum falschen Zeitpunkt und unter falschen Voraussetzungen etabliert werden“, betonte der noch amtierende Präsident. Es sei keine Lösung, anderen Ländern „quasi über Nacht unbegrenzten Zugriff auf unsere gut gefüllten Töpfe zu erlauben“.

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Grundsätzlich sei die Idee einer gemeinsamen Einlagensicherung sinnvoll und gehöre zu einer Bankenunion. Doch zunächst sollten die jeweiligen nationalen Einlagensicherungssysteme angeglichen werden, forderte Fitschen. 14 von 28 EU-Staaten hätten noch Nachholbedarf. „Hier geht es darum, einen Prozess zu etablieren, der andere zwingt, Fortschritte zu machen, bevor wir es dann europäisieren.“

Die EU-Kommission will noch in diesem Jahr ein Konzept zur Einlagensicherung vorlegen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte zuletzt eine Regelung angekündigt, „die den Besonderheiten der nationalen Systeme Rechnung tragen wird“. Zunächst müssten die jeweiligen nationalen Einlagensicherungstöpfe „bis oben hin gefüllt sein“. Wenn dies in einer Krise nicht reiche, „würde über den Weg der Rückversicherung ein europäisches System einspringen“, sagte Juncker.

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