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06.07.2013

16:02 Uhr

Harter Wettbewerb

HVB setzt erneut den Rotstift an

Die HypoVereinsbank muss weiter sparen. Eine Trendwende sei vorerst nicht in Sicht. Das Institut hatte angekündigt, 800 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen zu wollen. 45 der 615 Filialen sollen geschlossen werden.

Eine Hypo-Vereinsbank-Filiale: Das Unternehmen gehört zum italienischen Bankkonzern Unicredit. dapd

Eine Hypo-Vereinsbank-Filiale: Das Unternehmen gehört zum italienischen Bankkonzern Unicredit.

FrankfurtDie HypoVereinsbank (HVB) reagiert auf den scharfen Wettbewerb in Deutschland mit weiteren Sparanstrengungen im Privatkundengeschäft. "Der deutsche Markt ist derzeit schwierig wie selten zuvor. Eine Trendwende ist vorerst nicht in Sicht, so dass alle Institute weiter sparen müssen", sagte HVB-Vorstand Peter Buschbeck der "WirtschaftsWoche" laut Vorabbericht vom Samstag. Das gelte auch für die HVB, die zur größten italienischen Bank Unicredit gehört. Das Institut hatte bereits angekündigt, 800 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen zu wollen. 45 der 615 Filialen sollen geschlossen werden.

Die HVB setze deshalb künftig noch stärker auf alternative Beratungswege, sagte Buschbeck, der im Vorstand für das Privatkundengeschäft zuständig ist. So solle etwa die Videoberatung in den Filialen bundesweit ausgebaut werden. Buschbeck zufolge befindet sich das Ende 2012 gestartete Franchise-Modell "voll im Plan". Bisher hätten 13 Franchisefilialen eröffnet, vor allem in Nordrhein-Westfalen, sagte der Banker.

Die HVB ist für ihre italienische Mutter UniCredit eine wichtige Stütze in schwierigen Zeiten und steuert einen großen Teil zum Konzerngewinn bei. Das Münchener Institut, bei dem der Großteil des UniCredit-Investmentbankings gebündelt ist, peilt 2013 einen Vorsteuergewinn von rund 1,5 Milliarden Euro an. Allerdings stehen wegen der niedrigen Zinsen auch bei der HVB die Erträge unter Druck, wie HVB-Chef Theodor Weimer im Mai einräumte. Zudem entwickelt sich das Firmenkundengeschäft schwächer als erwartet. Die Kreditnachfrage sei schwach, weil viele Unternehmen genügend Geld hätten, um Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen, hatte Weimer gesagt.

Von

rtr

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