Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.03.2012

21:05 Uhr

Hedgefonds Dodona

US-Gericht erlaubt Klage gegen Goldman Sachs

Das Bezirksgericht in Manhattan wies die Klage des Hedgefonds nicht wie von Goldman Sachs beantragt ab. Dodona darf nun beinahe alle Beschwerden gegen die US-Großbank vorbringen. Der Vorwurf lautet auf Betrug.

Der Schriftzug von Goldman Sachs in der New Yorker Börse. Reuters

Der Schriftzug von Goldman Sachs in der New Yorker Börse.

New YorkDer Hedgefonds Dodona I LLC darf die US-Großbank Goldman Sachs im Zusammengang mit Hypothekenkrediten verklagen. Der zuständige Bezirksrichter in Manhattan wies am Mittwoch einen Antrag des Geldhauses ab, die Klage des Fonds abzuweisen. Das Gericht befand in einem 64 Seiten umfassenden Schriftstück, dass Dodona fast alle seine Beschwerden gegen Goldman vorbringen darf.

Der Fonds wirft Goldman Betrug vor und verlangt Schadenersatz. Dodona I LLC hatte in sogenannte verbriefte Hypothekenkredite (CDO) mit der Bezeichnung „Hudson Mezzanine“ von Goldman investiert. Goldman legte das rund zwei Milliarden Dollar schwere Produkt Ende 2006 auf. Die Wertpapiere basierten auf Hypotheken, die das Geldhaus in den eigenen Büchern hielt. Als die Immobilienblase anderthalb Jahre später in den USA platzte, war das Rating von „Hudson Mezzanine“ auf Ramschstatus herabgesetzt worden. Investoren brockte das deutliche Verluste ein. Dodona soll vier Millionen Dollar investiert haben. 

Goldman hatte vor knapp zwei Jahren nach monatelangen Verhandlungen mit der US-Börsenaufsicht SEC im Rahmen eines Vergleichs eine Strafe in der Rekordhöhe von 550 Millionen Dollar gezahlt. Die SEC hatte dem US-Institut vorgeworfen, Kapitalanleger bei Investments in riskante Papiere absichtlich getäuscht zu haben.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×