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18.08.2011

08:33 Uhr

Helaba

Hessische Landesbank feiert bestes Ergebnis ihrer Geschichte

Den Stresstest der EU hat die Landesbank Hessen-Thüringen nicht bestanden. Doch das heißt nicht, dass die Geschäfte im ersten Halbjahr schlecht liefen. Die Helaba legt das beste Halbjahresergebnis in der Geschichte vor.

Die Helaba  hatte im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang auf 298 Millionen Euro hinnehmen müssen. Quelle: dpa

Die Helaba hatte im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang auf 298 Millionen Euro hinnehmen müssen.

FrankfurtDie Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) steuert in diesem Jahr trotz der Auswirkungen der Schuldenkrise auf einen Rekordgewinn zu. Vorstandschef Hans-Dieter Brenner bekräftigte am Donnerstag in Frankfurt bei Vorlage der Halbjahreszahlen das Ziel, das Ergebnis deutlich - um mindestens zehn Prozent - zu steigern. Im ersten Halbjahr legte vor allem das Handelsergebnis zu, während Zins- und Provisionsgeschäft jeweils stagnierten. Mit 333 (Vorjahr: 207) Millionen Euro lag das Ergebnis vor Steuern nach sechs Monaten bereits auf einem Rekordwert. Das bisher beste Jahr war 2009, als die Landesbank 408 Millionen Euro Vorsteuergewinn schrieb.

Um ihr Ziel zu erreichen, müsste die Helaba in der zweiten Jahreshälfte also nur noch rund 100 Millionen Euro vor Steuern verdienen. Die Helaba werde der Verunsicherung und einer absehbaren Abkühlung der Konjunktur trotzen, erklärte Brenner. Das Neugeschäft soll in diesem Jahr auf mehr als die geplanten 12,3 Milliarden Euro wachsen. Bis Ende Juni stieg es bereits auf 6,4 (5,0) Milliarden.

Der Aufschwung hatte der Bank im ersten Halbjahr Rückenwind gegeben. Die Rückstellungen für faule Kredite schrumpften auf 99 (Vorjahr: 134) Millionen Euro. Den größten Schub aber gaben ihr höhere Bewertungen von Kreditpapieren und Derivaten. Da konnte es sich die Bank leisten, ihre griechischen Staatsanleihen in den Büchern um 34 Prozent - oder 30 Millionen Euro - auf den Marktwert abzuschreiben. Der Nettogewinn verdreifachte sich fast: auf 271 von 95 Millionen Euro.

Die Helaba hatte den europäischen Banken-Stresstest nach den Kriterien der Bankenaufsicht EBA nicht bestanden. Diese hatte die 1,92 Milliarden Euro schweren Stillen Einlagen des Landes Hessen schließlich doch nicht als hartes Kernkapital anerkannt. Brenner kündigte an, die Einlagen würden noch vor Jahresende an die neuen „Basel III“-Eigenkapitalregeln angepasst. Damit werde die Landesbank die künftigen Eigenkapitalanforderungen vorzeitig erfüllen. Die Kernkapitalquote - einschließlich Stiller Einlagen und Hybridpapiere - sei bis Ende Juni auf 11,1 Prozent gestiegen.

Von

rtr

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