Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.04.2016

10:32 Uhr

Heta-Papiere

Einige Gläubiger wollen Kompromiss schließen

Ein Teil der Investoren zeigt sich im Streit über die Abwicklung der Krisenbank Heta nun doch zu einem Kompromiss bereit. Man werde nicht mehr auf dem Maximalbetrag beharren, heißt es.

Ein Teil der Gläubiger pocht nicht mehr auf auf die volle Rückzahlung der 2,5 Milliarden Euro durch das österreichische Bundesland Kärnten. dpa

Hypo Alpe Adria

Ein Teil der Gläubiger pocht nicht mehr auf auf die volle Rückzahlung der 2,5 Milliarden Euro durch das österreichische Bundesland Kärnten.

WienIm festgefahrenen Streit über die Abwicklung der Krisenbank Heta wollen nun doch einige Investoren einlenken. „Die Gläubiger werden nicht auf den Maximalbetrag beharren und sind bereit für einen Verhandlungskompromiss“, sagte Investor Urs Fähndrich, Sprecher der Gläubigergruppe „Teutonia“, der Tageszeitung „Kurier“ (Freitagausgabe).

Bisher hatte die Investorengruppe, die insgesamt Heta-Anleihen mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro hält, auf eine vollständige Rückzahlung ihrer Forderungen gepocht. Das Angebot des Bundeslandes Kärntens zum Rückkauf der Papiere mit einem Abschlag wurde daher Mitte März ausgeschlagen. Auch eine deutlich höher beteiligte Gläubigergruppe um die Commerzbank zeigte sich kürzlich gesprächsbereit.

Heta: Gläubiger wollen mit Kärnten neu verhandeln

Heta

Gläubiger wollen mit Kärnten neu verhandeln

Die Heta-Gläubiger fordern eine zweite Verhandlungsrunde mit Kärnten. Mitte März war ein Vergleichsangebot des österreichischen Bundeslandes geplatzt. Kärnten haftet für Heta-Anleihen im Wert von 11 Milliarden Euro.

Vorstellbar sei für die Gläubigergruppe Teutonia, dass die Laufzeit für die von Österreich angebotene Bundesanleihe verkürzt werde. „Wenn man die Laufzeit auf sieben bis neun Jahre verkürzt, wäre das ein gangbarer Weg“, sagte Fähndrich. Finanzminister Hans Jörg Schelling hatte den Heta-Gläubigern angeboten, ihr Geld in eine 18-jährige Bundesanleihe zu investieren, wenn sie ihre Heta-Papiere zu 75 Prozent des Nominalwerts abgeben. Das war vielen Investoren zu wenig.

Bereits vor Ablauf der Annahmefrist machte der Minister klar, dass an den Konditionen für die Anleihe nicht gerüttelt werde. Österreich müsse zu marktkonformen Bedingungen emittieren, sonst drohe ein Beihilfeverfahren. Auch ein neues Angebot schloss der Finanzminister aus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×