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22.08.2013

13:46 Uhr

Höhere Kosten

Raiffeisen Bank International verdient weniger

Der Gewinn schrumpft: Im zweiten Quartal hat die Raiffeisen Bank International weniger verdient. Für das laufende Jahr geht die Bank weiterhin von Risikovorsorgen auf Vorjahresniveau von rund einer Milliarde Euro aus.

Die Raiffeisen Bank International in Wien: Der Gewinn liegt unter den Erwartungen von Analysten. Reuters

Die Raiffeisen Bank International in Wien: Der Gewinn liegt unter den Erwartungen von Analysten.

WienJahrzehntelang hat die Raiffeisen Bank International in Osteuropa ein Ziel verfolgt: Wachstum. Doch der neue Chef Karl Sevelda schwört das Institut nun angesichts schrumpfender Gewinne auf einen Sparkurs ein. Bei seiner ersten Bilanzpressekonferenz kündigte der 63-jährige Manager am Donnerstag ein Kostensenkungspaket an, das "zwangsläufig schmerzliche Einschnitte" mit sich bringen werde - auch für das Personal. Details wollte der seit Juni amtierende Sevelda noch nicht verraten. Diese würden bis Ende September erarbeitet und dann dem Aufsichtsrat präsentiert

Doch die Stoßrichtung ist klar: "Mein vorrangiges Ziel ist es, die Kosten deutlich zu senken", sagte Sevelda. Zwar plane er keinen Kahlschlag quer durch alle Länder und Divisionen. Allerdings wolle sich die Bank künftig auf die Kernmärkte in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Russland, Rumänien und Polen konzentrieren und das Geschäft in Slowenien, Ungarn und Kroatien tendenziell zurückfahren. Im Zuge dessen werde es bei den derzeit knapp 59.000 Beschäftigten auch zu einem Mitarbeiterabbau kommen. An der Börse kamen die Pläne gut an: Die Aktie legte in einem freundlichen Umfeld um gut zwei Prozent zu.

Das sind die größten Banken der Welt

Platz 10

Die Commonwealth Bank of Australia eröffnet die Top Ten der größten Banken der Welt nach Marktkapitalisierung. Das Institut mit Sitz in Sydney verfügt über einen Börsenwert von 81 Milliarden Euro.

Stand: 08. Januar 2013, Quelle: Thomson Reuters

Platz 9

Die Citigroup ist die neuntgrößte Bank der Welt. Die US-Großbank hat einen Börsenwert von 96 Milliarden Euro.

Platz 8

Mit knappen Vorsprung belegt die Bank of America Rang acht im Ranking. Das US-Institut verfügt über eine Marktkapitalisierung von 101 Milliarden Euro.

Platz 7

Die Agricultural Bank of China kommt auf Platz sieben. 114 Milliarden Euro beträgt die Marktkapitalisierung.

Platz 6

Auch der sechste Rang geht an ein Institut aus dem Reich der Mitte – die Bank of China. 125 Milliarden Euro ist das Geldhaus an den Börsen wert.

Platz 5

JP Morgan Chase eröffnet die Top Fünf. 132 Milliarden Euro beträgt die Marktkapitalisierung.

Platz 4

Die US-Großbank Wells Fargo scheitert knapp am Treppchen des Rankings. Der Börsenwert beträgt 140 Milliarden Euro. Nur drei Banken sind mehr wert.

Platz 3

Die HSBC kann sich über den Bronzerang freuen. Der Börsenwert des Instituts beträgt 151 Milliarden Euro.

Platz 2

Die China Construction Bank kommt auf Platz zwei mit einer Marktkapitalisierung von 195 Milliarden Euro. An den Spitzenreiter kommt das Institut damit aber noch lange nicht heran.

Platz 1

Die Industrial and Commercial Bank of China hat einen gigantischen Börsenwert von 227 Milliarden Euro. Die Bank ist die größte der Volksrepublik, auch wenn man die Bilanzsumme heranzieht.

Große internationale Banken wie HSBC, Deutsche Bank oder JP Morgan sind bereits vor Jahren auf einen Sparkurs eingeschwenkt: Damit wollen die Institute trotz Schuldenkrise, strengerer Regulierung und höherer Kapitalauflagen ihre Gewinne absichern.

Für Raiffeisen ist der strikte Fokus auf Kostensenkungen neu: Sevelda war jahrelang Vizechef bei der RBI und hatte das Steuer bei dem zweitgrößten Kreditgeber in Osteuropa übernommen, nachdem sein langjähriger Vorgänger Herbert Stepic den Hut genommen hatte. Sein Name war im sogenannten "Offshore-Leaks"-Datensatz aufgetaucht, der dubiose Finanztransaktionen von Vermögenden in Steueroasen enthüllt. Stepic hatte das Osteuropa-Geschäft der Bank in 17 Ländern jahrzehntelang über zahlreiche Zukäufe aufgebaut.

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