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31.08.2012

15:12 Uhr

Hohe Belastungen

HSH Nordbank erleidet herben Gewinneinbruch

Die schlechte Lage der Schifffahrt und der Wertverlust des Euro machen der HSH Nordbank zu schaffen. der Gewinn bricht dramatisch ein. Die Bank stellt sich auf wachsende Risiken ein.

Ein Passant geht in Hamburg am Sitz der HSH Nordbank vorüber. dapd

Ein Passant geht in Hamburg am Sitz der HSH Nordbank vorüber.

HamburgDie HSH Nordbank hat wegen der verschärften Schifffahrtskrise im ersten Halbjahr einen herben Gewinneinbruch verbucht und will ihr Kapital aufpolstern. Der Vorsteuergewinn brach binnen Jahresfrist um mehr als 90 Prozent auf 35 Millionen Euro ein, weil die Bank hohe Summen für drohende Kreditausfälle zur Seite legen musste und zudem der Wertverfall des Euro zu Buche schlug. Dabei schrieb die vor drei Jahren mit Milliardenhilfe vom Staat gerettete Landesbank im Zeitraum April bis Juni einen Vorsteuerverlust von 62 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr wollte sich Vorstandschef Paul Lerbiger nicht festlegen, ob die Bank, wie bislang gehofft, schwarze Zahlen schreiben wird. Angesichts des Konjunkturabschwungs und der Eurokrise sei derzeit keine seriöse Vorhersage möglich.

"Die aufgrund der weltweiten konjunkturellen Eintrübung noch einmal verschlechterte Lage der Schifffahrt und der Wertverlust des Euro haben tiefe Spuren in unserem Zahlenwerk hinterlassen und werden uns noch auf absehbare Zeit weiter belasten", erklärte Lerbinger. Dadurch würden Fortschritte, die die Bank bei der Neuausrichtung gemacht habe, durchkreuzt.

Den Tiefpunkt der Schifffahrtskrise erwartet die im Geschäft mit dieser Branche nach wie vor führende HSH in den nächsten zwölf bis 18 Monaten und stellt sich auf weiter steigende Risikovorsorge für notleidende Kredite ein. Über den seit einem Jahr laufenden Umbau hinaus prüfe die Bank deshalb "zusätzliche Maßnahmen", um das gestiegene Risikopotenzial zu senken und dauerhaft angemessene Kapitalquoten zu sichern.

Ein neues Sparprogramm schloss Lerbinger aus, nachdem ein Sprecher diese Möglichkeit zuvor angedeutet hatte. Auch mit einer Kapitalerhöhung will die Landesbank ihren beiden Haupteignern nicht auf der Tasche liegen. Denkbar sei der Rückkauf von Hybridpapieren, sagte ein Sprecher.

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