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30.07.2013

09:29 Uhr

Hohe Gerichtskosten

Gewinn der Deutschen Bank stürzt ab

VonMartin Dowideit

Hohe Prozesskosten verhageln der Deutschen Bank das Ergebnis im zweiten Quartal – ganz im Gegensatz zur internationalen Konkurrenz. Die Hoffnung: Ein gleichzeitiger Sprung in der Kapitalquote soll Anleger beeindrucken.

Quartalszahlen

Die Deutsche Bank enttäuscht

Quartalszahlen: Die Deutsche Bank enttäuscht

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DüsseldorfWährend ausländische Großbanken für das jüngste Quartal mit Gewinnsprüngen geglänzt haben, hat die Deutsche Bank am Dienstag einen Rückgang verbucht. Der Überschuss in den jüngsten drei Monaten betrug vor Steuern 792 Millionen Euro nach 960 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis drücken unter anderem Ausgaben für Gerichtsverfahren in Höhe von 630 Millionen Euro.

Dafür schreibt sich das Institut auf die Fahnen, die wichtige Kapitalquote sprunghaft von 8,6 Prozent im ersten Quartal auf 10 Prozent im zweiten Quartal gesteigert zu haben. Der Überschuss nach Steuern halbierte sich derweil gegenüber dem Vorjahr auf 334 Millionen Euro, von Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt mehr als das doppelte erwartet. Die Eigenkapitalrendite betrug von April bis Juni gerade einmal sechs Prozent vor Steuern (nach Steuern: 2,4 Prozent) – vor der Finanzkrise hatten 25 Prozent als Ziel im Raum gestanden, die allerdings schon länger nicht mehr als erreichbar gelten.

Kommentar: Fragen ohne Antworten bei der Deutschen Bank

Kommentar

Fragen ohne Antworten bei der Deutschen Bank

Die Rechtsstreitigkeiten bleiben die Achillesferse der Deutschen Bank. Drei Milliarden Euro stellt das Unternehmen deswegen mittlerweile zurück. Den Vorstandschefs Jain und Fitschen muss ein Befreiungsschlag gelingen.

Das Ziel einer Eigenkapitalrendite von zwölf Prozent nach Steuern bis zum Jahr 2015 sei aber nicht in Gefahr, sagte Finanzchef Stefan Krause in einer Analystenkonferenz. „Wir haben dem sehr konservative Ertragsschätzungen zugrunde gelegt. Wir sind sogar weiter als gedacht“, sagte Krause.

Kurz nach Handelsbeginn an der Börse notierte die Aktie der Deutschen Bank 2,8 Prozent im Minus bei 34,91 Euro.

Im zweiten Quartal erhöhte die Bank die Rückstellungen für gerichtliche Auseinandersetzungen von 2,4 auf drei Milliarden Euro. Zu den Verfahren, die die Bank mit sich herumschleppt, gehört die jahrelange Auseinandersetzung um die Insolvenz der Kirch-Mediengruppe. Aber auch die Manipulationen des wichtigen Zinssatzes Libor zählen dazu.

Im Investmentbanking legte das Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahr um fast 60 Prozent auf 785 Millionen Euro zu und damit in einer Größenordnung wie bei den großen internationalen Konkurrenten der Deutschen Bank. Ein Sorgenkind bleibt die Vermögensverwaltung mit der Fondsgesellschaft DWS. In dem Segment schrumpfte der Überschuss leicht auf 82 Millionen Euro bei Einnahmen, obwohl die Einnahmen um sechs Prozent auf etwas über eine Milliarde Euro stiegen.

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

30.07.2013, 08:01 Uhr

Die Deutsche Bank wurde und wird von dem Inder und seinen Investmentbankern ruiniert.
Wie lange dauert es noch bis der Aufsichtsrat seinen Aufgaben nachkommt, hoffentlich nicht erst wenn es zu spät ist.

OleLakshmiMuellerSchabrunski

30.07.2013, 08:02 Uhr

72 Billionen hat die DeuBa an Funny Money im Feuer stehen.

Das gesamte Weltvermögen liegt bei 66 Billionen.

EK-Quote ... gimme a break !!!

PeterK

30.07.2013, 08:05 Uhr

Die "Deutsche Bank" wird nun sehr bald benutzt werden um das Finanzsystem kollabieren zu lassen....

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