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14.02.2011

21:44 Uhr

Hoher Verlust

Tiefrote Zahlen bei der Eurohypo

VonYasmin Osman

Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr hat die Commerzbank-Tochter Eurohypo einen höheren Verlust gemacht als erwartet. Ein Verlust zwischen 700 und 800 Millionen Euro ist sogar noch deutlich mehr als das Minus von 515 Millionen Euro 2009.

Hohe Verluste bei der Eurohypo. Quelle: Reuters

Hohe Verluste bei der Eurohypo.

Die Commerzbank-Tochter Eurohypo hat im Vorjahr einen höheren Verlust gemacht als erwartet, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Noch im August hatte Eurohypo-Chef Frank Pörschke vorausgesagt, dass die Bank 2010 besser als im Vorjahr abschneiden würde. Doch nun zeichnet sich ab, dass sie einen Verlust vor Steuern zwischen 700 und 800 Millionen Euro erleiden wird, deutlich mehr als das Minus von 515 Millionen Euro vor Steuern im Jahr 2009.

Das ist ein Rückschlag für die Commerzbank, die ihre Immobilientochter nach dem Willen der Europäischen Kommission bis 2014 verkaufen muss. Hintergrund für die EU-Auflage waren die Staatshilfen in Höhe von 18,2 Milliarden Euro, die die Commerzbank im Zuge der Finanzkrise erhalten hatte.

Die unerwartet hohen Verluste der Eurohypo zeigen, wie schwer es der Commerzbank fällt, ihre Immobilientochter zu sanieren - und damit auch einen möglichen Käufer zu finden. Denn solange die Eurohypo noch stark am Tropf der Commerzbank hängt und sich am Kapitalmarkt aufgrund ihrer schlechten Ergebnisse nur teuer finanzieren kann, ist sie für Interessenten unattraktiv. So war auch der Verkauf der WestLB-Tochter Westimmo nicht zuletzt daran gescheitert, dass diese sich eigenständig nur schlecht finanzieren kann.

Wie bedeutend die Frage der Kapitalmarktfähigkeit ist, hatte die Commerzbank bereits im November kommuniziert. Damals kündigte sie an, die Eurohypo noch stärker zu verkleinern, als es die Europäische Union von ihr verlangte. Je kleiner die Bank sei, desto einfacher könne ein Käufer sie refinanzieren, hieß es damals zur Begründung. Die Eurohypo wollte die Informationen über die Verluste der Bank im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz am 24. Februar nicht kommentieren.

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