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04.06.2014

14:10 Uhr

Hollande-Beschwerde wegen BNP

„Die Summe ist nicht gerechtfertigt“

Der französischen Großbank BNP Paribas droht eine Strafe von 10 Milliarden Dollar wegen Verstößen gegen US-Sanktionen. Staatschef Francois Hollande hält das für überzogen und beschwert sich bei US-Präsident Obama.

Die französische Großbank könnte in den USA empfindlich bestraft werden. AFP

Die französische Großbank könnte in den USA empfindlich bestraft werden.

ParisFrankreichs Staatschef Francois Hollande hat sich persönlich bei US-Präsident Barack Obama wegen der drohenden 10-Milliarden-Dollar-Strafe für die Großbank BNP Paribas beschwert. In einem Brief an Obama habe der französische Präsident eine solche Summe als „unverhältnismäßig“ bezeichnet, teilte Hollandes Büro am Mittwoch mit. Er plädierte demnach für eine „angemessene“ Herangehensweise.

Zuvor hatten auch Kabinettsmitglieder die drohende Strafe für die größte französische Bank als überzogen kritisiert. „Die Summe, die in der Presse kursiert, ist aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt“, sagte Finanzminister Michel Sapin dem Fernsehsender France 2. Außenminister Laurent Fabius hatte die - für ein europäisches Institut - rekordverdächtige Strafe als unangemessen und unfair bezeichnet.

Die höchsten Strafen wegen Geldwäsche

Platz 10

Clearstream Banking - 152 Millionen Dollar (2014)

Platz 9

Bank of Tokyo-Mitsubishi - 259 Millionen Dollar (2012/2013)

Platz 8

Barclays - 298 Millionen Dollar (2010)

Platz 7

Lloyds - 350 Millionen Dollar (2009)

Platz 6

ABN Amro - 500 Millionen Dollar (2010)

Platz 5

Credit Suisse - 536 Millionen Dollar (2009)

Platz 4

ING Bank - 619 Millionen Dollar (2012)

Platz 3

Standard Chartered - 667 Millionen Dollar (2012)

Platz 2

HSBC - 1,92 Milliarden Dollar (2012)

Platz 1

BNP Paribas - 8,83 Milliarden Dollar (2014)

Hintergrund sind mutmaßliche Verstöße von BNP Paribas gegen Iran-Sanktionen, mit denen die USA die Islamische Republik im jahrelangen Atomstreit zum Einlenken bringen wollten. Auch andere Geldhäuser wie die Deutsche Bank werden diesbezüglich überprüft. Mehreren Instituten wurden bereits Strafen aufgebrummt, darunter Standard Chartered aus Großbritannien.

Wie mit den Verhandlungen vertraute Personen sagten, könnten auf BNP Paribas Kosten von mehr als zehn Milliarden Dollar zukommen. Die Summe entspricht in etwa dem Vorsteuerergebnis der Bank im vergangenen Jahr. Zudem droht der Verlust der wichtigen US-Lizenz. Die drohende Strafe könnte auch Gesprächsthema bei dem Treffen von Hollande und Obama am Donnerstag sein. Anlass des Obama-Besuchs ist der Jahrestag der Alliierten-Landung in der Normandie im Zweiten Weltkrieg, der sich am Freitag zum 70. Mal jährt. .

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

04.06.2014, 14:34 Uhr

Ist doch eh nur Spielgeld - und überhaupt, hat der kleine Sonnenkönig noch nie etwas von Gewaltenteilung gehört? Das ist nicht das diktatorische Europa, das sind die USA, da kann ein Präsident nicht mal so eben einem Richter das Urteil vorschreiben. BTW, ob unsere Zonen-Diktatorin auch so etwas für ein deutsches Unternehmen machen würde?

Account gelöscht!

04.06.2014, 15:17 Uhr

Die US Ermittler wollen mehr sehen, als das BNP Hollande zum Forderungen Aufstellen in die USA Telefoniert. Z.B. die Verantwortlichen Vorstände rausschmeißen, überteuerte US Anwälte zu Aufklärung anheuern oder überteuerte US Anwälte zu ständigen Kontrollen anheuern, damit so etwas nicht wieder vorkommt. Mit den Iran Geschäften wird BNP wohl auch ordentlich Profite gemacht haben.

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