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01.03.2011

13:43 Uhr

Honorarberaterbank

Die Quirin Bank macht erstmals Gewinn

Selten hatte Karl Matthäus Schmidt seit der Neugründung der Quirin Bank bessere Nachrichten zu verkünden als bei dem Jahresrückblick 2010: Der Chef der Honorarberaterbank freute sich über schwarze Zahlen.

Karl Matthäus Schmidt, Chef der Quirin Bank, freut sich über schwarze Zahlen. Quelle: Andreas Pein

Karl Matthäus Schmidt, Chef der Quirin Bank, freut sich über schwarze Zahlen.

FrankfurtDie Quirin Bank hat erstmals seit ihrer Neugründung als Honorarberaterbank schwarze Zahlen geschrieben. 2010 stand unter dem Strich ein Gewinn von einer halben Million Euro in den Büchern, wie das Berliner Institut am Dienstag mitteilte. Im Jahr zuvor war noch ein Verlust von 7,4 Millionen Euro angefallen. „Mit diesem Ergebnis haben wir endgültig die Frage beantwortet, ob sich die Honorarberatung in Deutschland durchsetzt“, erklärte Vorstandssprecher Karl Matthäus Schmidt. Nach seinen Worten wählen immer mehr Verbraucher das herkömmliche Modell der Provisionsberatung ab.

Die Quirin Bank war 2006 als erste Honorberaterbank in Deutschland an den Start gegangen, ihre Wurzeln gehen aber bis ins Jahr 1998 zurück. Anders als viele andere Banken bietet das Institut Vermögensverwaltung und -beratung für private Anleger zum Festpreis an. Damit ist Quirin nach eigenen Angaben günstiger als traditionelle Banken, deren Berater für jedes einzelne Produkt Provisionen bekommen.

Das Konzept zieht offenbar: So hat sich die Kundenzahl der Honorarberater nach Unternehmensangaben seit 2006 verzehnfacht und liegt inzwischen bei 7.500. Die verwalteten Kundengelder stiegen im selben Zeitraum auf über zwei Milliarden Euro von 500 Millionen. Allein im abgelaufenen Jahr lagen die Nettomittelzuflüsse im Private Banking bei 553 Millionen Euro.

In den kommenden Jahren will die Quirin Bank den angestammten Vermögensverwaltern nun weitere Kunden abjagen und den ohnehin umkämpften deutschen Markt aufmischen. Bis 2014 soll die eigene Kundenzahl bei 20.000 liegen. Eine konkrete Ergebnisprognose für das laufende Jahr traute sich Schmidt angesichts der andauernden Investitionskosten nicht zu. Ziel sei es aber, in der Gewinnzone bleiben.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Banker

02.03.2011, 15:45 Uhr

Nicht blenden lassen liebe Leser! Als jemand der die quirin bank aufmerksam beobachtet weiß man, dass die Hauptertragsquelle das Investmentbanking ist, welches von Provisionen lebt.

Auch sollte man mit relativen Zahlen bei der Werbung vorsichtig sein. Ich halte es für irreführend. Wenn ich heute 1 Kunden habe und morgen 2, dann ist es leicht zu behaupten ein 100%iges Kundenwachstum zu haben.

Weiterhin weiß man, dass die Assets under Management auch hauptsächlich im Investmentbanking zu finden sind. Das sind nämlich Aktienpakete von Emittenten wie aus vertrauten Kreisen zu hören ist.

Also Vorsicht und genau hinschauen.

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