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07.11.2016

13:17 Uhr

HSBC

Europas größte Bank schwächelt

Die britische Großbank HSBC muss einen deutlichen Einbruch ihres Gewinns hinnehmen. Auch das britische Privatkundengeschäft dürfte 2o17 herausfordernd werden. Die Aktie aber liegt dennoch deutlich im Plus.

Hohe Ausgaben im Rahmen eines umfassenden Konzernumbaus haben der HSBC im letzten Quartal leichte Verluste beschert. Das operative Geschäft hingegen läuft besser als erwartet - im Vergleich zum Vorjahr konnte die britische Großbank ihren Gewinn um rund sieben Prozent steigern. AFP; Files; Francois Guillot

Gute Nachricht in schwierigen Zeiten

Hohe Ausgaben im Rahmen eines umfassenden Konzernumbaus haben der HSBC im letzten Quartal leichte Verluste beschert. Das operative Geschäft hingegen läuft besser als erwartet - im Vergleich zum Vorjahr konnte die britische Großbank ihren Gewinn um rund sieben Prozent steigern.

LondonEuropas größte Bank HSBC hat einen Gewinneinbruch erlitten. Das Vorsteuerergebnis stürzte im Sommerquartal um 86 Prozent auf 843 Millionen Dollar ab, wie das britische Geldhaus am Montag mitteilte. Belastet wurde es vor allem von einem Verlust von 1,7 Milliarden Dollar aus dem Verkauf der brasilianischen Tochter sowie negativen Wechselkurseffekten. Brexit-Auswirkungen auf das Geschäft auf der Insel gebe es noch kaum, nur vorübergehend von kleinen Firmen eine schwächere Nachfrage nach Krediten, sagte Bankchef Stuart Gulliver. Das könne sich aber bald ändern. „Das britische Privatkundengeschäft wird im nächsten Jahr eine Herausforderung.“ Es erwartet, dass sich das Wirtschaftswachstum in Folge des Anti-EU-Referendums verlangsamt und die Inflation deutlich anzieht.

Das HSBC-Ergebnis im Sommer lag deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 2,45 Milliarden Dollar gerechnet hatten. An der Börse wurde darüber aber hinweggesehen, die Aktie legte fast fünf Prozent zu. Investoren konzentrierten sich auf den Anstieg der Kernkapitalquote auf 13,9 Prozent per Ende September, zwei Punkte mehr als zum Jahresende 2015. HSBC – traditionell stark in Asien – erklärte dies mit einer Neubewertung der Beteiligung an der chinesischen Bank of Communications. Damit könne das Geldhaus selbst bei einem erneuten Gewinnrückgang die Dividende im kommenden Jahr stabil halten, urteilten die Analysten des Brokerhauses Bernstein.

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Noch immer sitzen Europas Banken einer Studie von KPMG zufolge auf faulen Krediten fest. Das Volumen belaufe sich auf 1,2 Billionen Euro. Schuld daran sei vor allem das niedrige Wirtschaftswachstum innerhalb Europas.

Andere britische Großbanken wie Lloyds, Barclays und die Royal Bank of Scotland haben ihre Quartalsberichte bereits vorgelegt. Daraus ging hervor, dass sie nach dem Brexit-Votum Ende Juni besser abschnitten als erwartet. Ohne die Sondereffekte kam HSBC auf einen sieben Prozent höheren Vorsteuergewinn von 5,6 Milliarden Dollar. Für Impulse sorgten dabei das Investmentbanking und der Handel.

Von

rtr

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