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16.06.2015

10:48 Uhr

HSBC und J.P. Morgan

Großbanken drohen mit Umzug bei „Brexit“

Das „Brexit“-Szenario bedroht den Finanzplatz London: Sollten die Briten aus der EU austreten, will die HSBC ihren Londoner Standort nach Luxemburg verlagern. Auch J.P. Morgan prüft eine Dependance im Großherzogtum.

Die britische Bank HSBC und Konkurrent JPMorgan erwägen, im Falle eines „Brexit“ ihre Londoner Niederlassungen nach Luxemburg zu verlegen. Reuters

Standort auf dem Prüfstand

Die britische Bank HSBC und Konkurrent JPMorgan erwägen, im Falle eines „Brexit“ ihre Londoner Niederlassungen nach Luxemburg zu verlegen.

LondonWegen eines möglichen EU-Austritts Großbritanniens erwägen die Großbanken HSBC und J.P. Morgan einem Zeitungsbericht zufolge die Verlagerung von Geschäften von London nach Luxemburg. Das britische Geldhaus HSBC denke sogar darüber nach, seinen Konzernsitz in das Großherzogtum zu verlegen, berichtete die „Times“ am Dienstag. Dies sei Teil der im April angekündigten Strategie von Europas größter Bank, die traditionell auch sehr stark in Asien engagiert ist, den Standort der Zentrale auf den Prüfstand zu stellen. J.P. Morgan stehe bereits kurz davor, einen Ableger in Luxemburg zu eröffnen, um von dort Geschäfte in der Euro-Zone abzuwickeln. London solle aber Europa-Zentrale der größten US-Bank bleiben.

J.P. Morgan hatte vorige Woche gewarnt, die Unsicherheit über einen EU-Austritt könnte die Geschäfte in Großbritannien belasten. Erst kürzlich hatte die „Sunday Times“ berichtet, dass mehrere der größten Fonds mit Sitz in London für den Fall eines britischen EU-Austritts Vorkehrungen für einen Umzug ins Ausland treffen. Die britische Regierung plant ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft bis spätestens Ende 2017. Luxemburg steht in der Europäischen Union wegen Steuerdeals mit ausländischen Konzernen in der Kritik.

Von

rtr

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