Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.03.2011

15:10 Uhr

HSH-Bilanz

Nonnemacher verzichtet auf Präsentation

Vondapd

Die Präsentation der HSH-Bilanz Zahlen wird bereits von Nonnemachers Nachfolger Paul Lerbinger übernommen. Nonnemacher verzichtete auf die Vorstellung der jüngsten Unternehmensentwicklungen.

Dirk Jens Nonnenmacher. Quelle: dapd

Dirk Jens Nonnenmacher.

Hamburg Der scheidende Vorstandschef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, verzichtet am Donnerstag darauf, die jüngsten positiven Unternehmensentwicklungen selbst zu präsentieren. Wie die Nachrichtenagentur dapd aus Bankenkreisen erfuhr, wird der designierte Nachfolger Paul Lerbinger dies bei der Bilanz-Pressekonferenz in Hamburg (14.00 Uhr) bereits selbst übernehmen. Nonnenmacher, der am Donnerstag offiziell aus dem Amt scheidet, habe die Geschäfte bereits an Lerbinger übergeben, hieß es. Es solle dem künftigen HSH-Chef die Gelegenheit gegeben werden, seine Konzepte vorzutragen.

Nonnenmacher steht in der Öffentlichkeit stark in der Kritik. Die HSH Nordbank hatte unter seiner Führung nur mittels Steuermilliarden überlebt. Hamburg und Schleswig-Holstein mussten ihre Landesbank im Jahr 2009 mit drei Milliarden Euro frischem Eigenkapital und zehn Milliarden Euro an Garantien stützen.

Die krisengeschüttelte HSH Nordbank schaltet nach der Rückkehr in die Gewinnzone wieder auf Wachstum. „Nach zwei verhaltenen Jahren ist die Basis gelegt, um im Neugeschäft wieder stärker tätig zu werden“, erklärte das Institut bei der Bilanzpräsentation für 2010 am Donnerstag in Hamburg. Die Bank habe damit begonnen, neue Kunden zu gewinnen.

Die Bilanz für das abgelaufene Jahr präsentierte der neue Vorstandschef Paul Lerbinger. Er hatte Anfang März bei der Nordbank angefangen und ersetzt an diesem Freitag den wegen Bespitzelungsaffären und riskanter Geschäfte in Ungnade gefallenen Dirk Jens Nonnenmacher. Nonnenmacher hinterlässt seinem Nachfolger eine profitable Kernbank. „Die HSH ist wieder zukunftsfähig aufgestellt“, sagte Risiko-Vorstand Constantin von Oesterreich. Die HSH war 2010 nach zwei verlustreichen Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Die Haupteigner Hamburg und Schleswig-Holstein hatten die durch milliardenschwere Fehlspekulationen in Schieflage geratene Nordbank durch Garantien und eine Kapitalspritze vor dem Aus gerettet. Die zu zahlenden Gebühren kosteten die Bank im vergangenen Jahr insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Die Nordbank will in diesem Jahr drei Milliarden an Staatsgarantien zurückzugeben. Bis Mitte 2012 soll der Bürgschaftsrahmen des Bankenrettungsfonds SoFFin von zuletzt noch neun Milliarden Euro vollständig zurückgegeben werden.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

31.03.2011, 11:42 Uhr

Da hat Dr. No noch mal alle Spielräume der IFRS genutzt, um sich selbst einen guten Abschied zu gestalten. Wer HGB und IFRS unterscheidne kann, weis wo die Schwachpunkte liegen dürften: Sehr optimistische Zukunftseinschätzung nach IFRS.
Die Trümmer werden die Länder in vielen Jahren wegräumen müssen, wenn die Bad-Bank in die Endphase der Abwicklung tritt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×