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12.11.2014

17:05 Uhr

HSH Nordbank

Schiffsfinanzierer streicht 500 Stellen

ExklusivDie HSH Nordbank will in den kommenden drei Jahren 500 von den 2600 Vollzeitstellen abbauen. Durch das drastische Sparprogramm soll das Geldinstitut wieder nachhaltig rentabler werden.

Die HSH Nordbank will bis Ende 2017 rund 170 Millionen Euro einsparen. dpa

Die HSH Nordbank will bis Ende 2017 rund 170 Millionen Euro einsparen.

FrankfurtMit einem drastischen Sparprogramm will die HSH Nordbank ihre Rentabilität nachhaltig stärken. Dabei kommt der Schiffsfinanzierer an einem Arbeitsplatzabbau nicht vorbei. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten drei Jahren rund ein Fünftel der Arbeitsplätze abgebaut werden muss, also rund 500 von 2600 Vollzeitstellen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Constantin von Oesterreich in einem Gespräch mit dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Die HSH Nordbank steht unter Druck. Die von den Mehrheitseignern Schleswig-Holstein und Hamburg gestemmte Erhöhung der Bilanzgarantie um drei auf zehn Milliarden Euro hat zwar entscheidend dazu beigetragen, dass die Bank den Stresstest der Europäischen Zentralbank knapp bestanden hat.

Das sind die größten Banken Deutschlands

Platz 10 – Postbank

Bilanzsumme 2013 der Deutsche-Bank-Tochter: 161,5 Milliarden Euro

Platz 9 – Helaba

Bilanzsumme 2013 der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale: 178,1 Milliarden Euro.

Platz 8 – NordLB

Bilanzsumme 2013 der Norddeutschen Landesbank: 200,8 Milliarden Euro

Platz 7 – BayernLB

Bilanzsumme 2013 der Bayerischen Landesbank: 255,6 Milliarden Euro

Platz 6 – LBBW

Bilanzsumme 2013 der Landesbank Baden-Württemberg: 273,5 Milliarden Euro

Platz 5 – Unicredit

Bilanzsumme 2013 der Unicredit (inkl. Hypo-Vereinsbank): 290 Milliarden Euro

Platz 4 – DZ Bank

Bilanzsumme 2013 der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank: 387 Milliarden Euro

Platz 3 – KfW

Bilanzsumme 2013 der KfW-Bankengruppe: 464,8 Milliarden Euro

Platz 2 – Commerzbank

Bilanzsumme 2013: 549,7 Milliarden Euro

Platz 1 – Deutsche Bank

Bilanzsumme 2013: 1611,4 Milliarden Euro

Quelle: Die Bank/Statista

Doch die Unterstützung hat ein weiteres EU-Beihilfeverfahren nach sich gezogen. Bei der Gelegenheit prüft die Kommission, ob das Geschäftsmodell trägt, notfalls droht die Abwicklung. „Wir müssen zeigen, wie nachhaltig unser Geschäftsmodell in der Kernbank funktioniert“, so von Oesterreich.

Eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur ist dafür nötig. Bis Ende 2017 will die Bank 170 Millionen Euro einsparen, maßgeblich bei Sachkosten. „Wir gehen davon aus, dass wir mit unserem Geschäftsmodell nachhaltig einen Gesamtertrag von einer Milliarde Euro erzielen können“, so von Oesterreich. Das würde einer hohen einstelligen Eigenkapitalrendite vor Steuern entsprechen. Und der Kommission signalisieren, dass die Bank eine Zukunft hat.

Das vollständige Interview mit Constantin von Oesterreich finden Sie als Digitalpass-Kunde hier zum Download.

Von

fmd

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