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27.02.2017

16:40 Uhr

HSH Nordbank-Verkauf

Jetzt kursieren die Namen von Kaufinteressenten

Bis heute konnten Investoren ihr Interesse für eine Übernahme der HSH Nordbank anmelden. Insidern zufolge seien der Finanzinvestor Apollo, der Rivale NordLB und die chinesische Bank ICBC am Kauf interessiert.

Nun können die Interessenten bis zum 31. März Kaufangebote vorlegen. dpa

HSH Nordbank

Nun können die Interessenten bis zum 31. März Kaufangebote vorlegen.

Kiel/HamburgDas Finanzministerium in Kiel hat offiziell bestätigt, dass für die zum Verkauf stehende HSH Nordbank zahlreiche Interessenbekundungen abgegeben wurden. „Der erste Schritt des Privatisierungsverfahrens der HSH Nordbank ist mit dem Eingang zahlreicher Interessenbekundungen erfolgreich abgeschlossen“, teilte das Ministerium am Montag mit. Bis zu diesem Tag konnten potenzielle Investoren ihr Interesse anmelden. Nun können sie bis zum 31. März Kaufangebote vorlegen.

Einem Insider zufolge gehören der Finanzinvestor Apollo, der Rivale NordLB und die chinesische Bank ICBC zum Kreis der Interessenten. Die Investmentbank Citigroup organisiert den Verkauf für die Mehrheitseigner Hamburg und Schleswig-Holstein. Nach einem Blick in die Bücher der HSH können die Interessenten nun bis Ende März unverbindliche Angebote abgeben.

HSH Nordbank: Startschuss für den Verkauf

HSH Nordbank

Premium Startschuss für den Verkauf

Das Warten hat ein Ende: Die HSH Nordbank stellt sich offiziell ins Schaufenster. Bis Frühjahr 2018 muss sie verkauft werden. Sonst wird das Neugeschäft eingestellt. In der jetzigen Form zeigt sich die HSH janusköpfig.

„Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, kommentierte Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD). Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) sagte: „Jeder Schritt, den wir auf dem Weg der Privatisierung vorankommen, ist ein guter Schritt für unser Land. Wir können zwar nicht garantieren, dass der Verkauf gelingt, aber wir tun alles, um den Verkauf zu ermöglichen.“ Es gehe darum, das Landesvermögen zu schonen. Die beiden Bundesländer stehen mit der HSH Nordbank mit mehr als zehn Milliarden Euro im Feuer.

Die HSH hatte zu erkennen geben, dass sie mit schwierigen Verhandlungen rechnet. Es sei anspruchsvoll, gleichzeitig eine profitable Kernbank und eine defizitäre Abbaubank zu veräußern, sagte Vorstandschef Stefan Ermisch Anfang Februar. Hamburg und Schleswig-Holstein hätten sich deshalb bis zum Jahresende Zeit genommen, um einen oder mehrere Käufer auszuwählen. Ein Sprecher der HSH Nordbank wollte sich zur Zahl der Interessenten nicht äußern.

Die HSH muss auf Druck der EU-Kommission bis Februar 2018 verkauft werden - sonst wird sie abgewickelt. Die Bank besteht aus einer profitablen Kernbank und einem Teil mit hohen Risiken, vor allem Schiffskredite. Als mögliche Käufer kommen praktisch alle Banken, Finanzinvestoren, Fonds und sonstige Kapitalsammelstellen weltweit in Frage.

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