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13.05.2016

19:44 Uhr

HSH Nordbank

Weiterer Stellenabbau soll geplant sein

Bereits jetzt steht fest, dass bis Ende 2017 bei der HSH Nordbank 500 Stellen gestrichen werden. Nun könnten noch einmal 200 weitere dazukommen. Kostensenkungen sollen die Bank für einen Verkauf attraktiv machen.

Das Geldinstitut soll bereit sein, noch einmal 200 Stellen mehr zu streichen. dpa

HSH Nordbank

Das Geldinstitut soll bereit sein, noch einmal 200 Stellen mehr zu streichen.

HamburgDie HSH Nordbank schließt Unternehmenskreisen zufolge einen weiteren Personalabbau nicht aus. Es könnten weitere rund 200 Stellen wegfallen, sagte eine mit den Beratungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag in Hamburg. Dadurch sollten die Kosten weiter gesenkt werden, um das Institut für einen Verkauf attraktiv zu machen.

Die HSH äußerte sich nicht. Die Bank muss bereits bis Ende 2017 um 500 Stellen auf 2100 schrumpfen. Vor ihrer Krise, in die die Bank 2008 durch eine überzogene Expansion geraten war, arbeiteten in der Spitze mehr als 5000 Menschen für die HSH Nordbank.

Das Geldhaus wies unterdessen einen Bericht des „Spiegel“ zurück, wonach der designierte Vorstandschef Stefan Ermisch auf Konfrontationskurs zu den Eigentümern Hamburg und Schleswig-Holstein gehe. Davon könne nicht die Rede sein, sagte ein HSH-Sprecher. Er verwies darauf, dass der 50-Jährige gerade erst auf einen Bonus verzichtet habe, der im Fall einer erfolgreichen Platzierung der Landesbank gezahlt werden sollte. Ermisch ist bisher Finanzvorstand der HSH, er löst im Juni den amtierenden Vorstandschef Constantin von Oesterreich ab.

Das Nachrichtenmagazin berichtete vorab, Ermisch halte die Entlastung der Landesbank im Zuge der jüngst beschlossenen Aufspaltung für nicht ausreichend, um die Bank erfolgreich zu privatisieren. Die EU-Kommission hatte die Weichen für den Umbau des kriselnden Geldhauses gestellt. Es soll zunächst von Altlasten befreit und anschließend privatisiert werden. Dafür gibt die EU den beiden Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein bis 2018 Zeit. Wenn der Verkauf nicht gelingt, muss das Finanzinstitut abgewickelt werden.

Ursprünglich sollte die HSH bis zu 6,2 Milliarden Euro an faulen Krediten in eine Zweckgesellschaft der Länder auslagern und weitere zwei Milliarden am Markt verkaufen. Später wurde die Summe, die die Länder übernehmen, auf fünf Milliarden gesenkt. Die Bank selbst soll nun 3,2 Milliarden Euro am Markt loswerden.

Die größten Banken Deutschlands

Platz 10

Helaba

Bilanzsumme: 151 Milliarden Euro

(Stand, wenn nicht anders angegeben: 31.12.2014)

Platz 9

Postbank

Bilanzsumme: 155 Milliarden Euro

Platz 8

NordLB

Bilanzsumme: 198 Milliarden Euro

Platz 7

BayernLB

Bilanzsumme: 232 Milliarden Euro

Platz 6

Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)

Bilanzsumme: 266 Milliarden Euro

Platz 5

Hypovereinsbank

Bilanzsumme: 300 Milliarden Euro

Platz 4

KfW-Bankengruppe

Bilanzsumme: 489 Milliarden Euro

Platz 3

DZ- und WGZ-Bank

Bilanzsumme: rund 500 Milliarden Euro

Davon entfallen etwa 400 Milliarden auf die DZ-Bank und ungefähr 95 Milliarden auf die WGZ-Bank. Am 19. November 2015 wurde bekannt, dass die beiden Genossenschaftsbanken fusionieren werden.

Platz 2

Commerzbank

Bilanzsumme: 564 Milliarden Euro

Platz 1

Deutsche Bank

Bilanzsumme: 1.700 Milliarden Euro

Dies reicht aus Sicht des Managements nicht aus, um das Institut für einen Verkauf attraktiv zu machen. Ein Insider verwies darauf, dass ursprünglich von einer Entlastung von 20 Milliarden Euro die Rede gewesen sei. Nun blieben acht Milliarden an ausfallgefährdeten Krediten in der Bank.

Der „Spiegel“ berichtete unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, Ermisch habe dem Gremium vorgerechnet, die Altlasten würden der HSH jährlich mindestens 200 Millionen Euro Verlust bescheren. Dagegen stünden potenzielle Gewinne des Kerngeschäfts von 250 bis 300 Millionen Euro. Auf dieser Grundlage dürfte sich die HSH allenfalls mit einem kräftigen Abschlag verkaufen lassen.

Von

rtr

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