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11.12.2015

10:23 Uhr

HVB-Privatkundenchef

„Branche muss Paydirekt zum Erfolg machen.”

Deutschland Banken haben endlich ein eigenes Angebot zum Bezahlen im Internet. Bis Paydirekt sich durchsetzt, ist es noch ein langer Weg. Die Hypovereinsbank ist vom Potenzial der Paypal-Konkurrenz überzeugt.

Das neue Online-Bezahlverfahren Paydirekt hat Potenzial zur Paypal-Konkurrenz zu werden, glaubt die Hypovereinsbank. dpa

Hypovereinsbank

Das neue Online-Bezahlverfahren Paydirekt hat Potenzial zur Paypal-Konkurrenz zu werden, glaubt die Hypovereinsbank.

Frankfurt/MainDas neue Online-Bezahlverfahren der deutschen Banken, Paydirekt, hat nach Einschätzung der Hypovereinsbank (HVB) das Potenzial, zur Paypal-Konkurrenz zu werden. „Ich glaube, Paydirekt hat durch die Einbindung des Girokontos bei der eigenen Bank eine gute Chance, sich sehr schnell flächendeckend am Markt zu etablieren“, sagte HVB-Privatkundenvorstand Peter Buschbeck der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. „Bankdienstleistung ist eine Vertrauensfrage - erst recht seit der Finanzkrise.“

Millionen Kunden sollen mit Paydirekt schnell, einfach und sicher bei Online-Händlern bezahlen. Nach einmaliger Registrierung können sie beim Einkaufen im Internet in der Regel per Eingabe von Benutzername und Passwort bezahlen. Die fälligen Beträge werden vom hinterlegten Girokonto abgebucht - die Daten bleiben somit bei der Hausbank und auf Servern in Deutschland.

Paydirekt - was ist das?

Wer steht hinter Paydirket?

Paydirekt ist eine branchenweite Kooperation der deutschen privaten und genossenschaftlichen Banken sowie der Sparkassen.

Was unterscheidet Paydirekt von anderen Bezahldiensten?

Im Unterschied zu anderen Bezahldiensten ist Paydirekt kein Drittanbieter. Die Zahlung wird direkt über das eigene Konto abgewickelt. Außerdem wirbt Paydirekt damit, dass die Informationen über die Kundeneinkäufe nicht weiterverkauft würden. Das soll besseren Datenschutz gewährleisten.

Wie läuft die Registrierung?

Um sich für Paydirekt registrieren zu können, benötigen die Kunden ein Girokonto bei einer teilnehmenden Bank oder Sparkasse, einen Onlinebanking-Zugang sowie eine E-Mail-Adresse.

Können auch Käufer außerhalb Deutschlands Paydirekt nutzen?

Käufer, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben, können Paydirekt nutzen, sofern sie ein Girokonto mit Onlinebanking-Zugang bei einer der teilnehmenden Banken oder Sparkasse haben sowie über eine E-Mail-Adresse verfügen.

Ab wann kann man Paydirekt nutzen?

Paydirekt ging Ende 2015 in den Markt.

Welche Gebühren entstehen Händlern durch Paydirekt?

Händler sollen ihre Gebühren direkt mit den teilnehmenden Banken und Sparkassen verhandeln.

Welche Bezahlarten können über Paydirekt abgewickelt werden?

Mit Paydirekt können Händler ihren Kunden den Einkauf mit Direktbuchung, Vorbestellung oder Teilzahlung anbieten.

„Das ist für unsere Kunden ein zusätzlicher digitaler Service der Online-Shopping noch einfacher und sicherer macht“, sagte Buschbeck. „Wichtig ist, dass das ein flächendeckendes Angebot wird, da muss die ganze Branche mitmachen.“

Die Münchner HVB hatte das neue System im Sommer als erstes Institut getestet. Seit Anfang November steht Paydirekt allen HVB-Kunden offen. „Wir haben zahlreiche Kunden schon dafür gewinnen können und es nimmt zunehmend Fahrt auf. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Buschbeck.

Bezahlsystem Paydirekt: Paypal-Konkurrent nimmt Fahrt auf

Bezahlsystem Paydirekt

Paypal-Konkurrent nimmt Fahrt auf

Deutsche Banken wollen im Zahlungsverkehr Boden gutmachen. Ihr neuer Online-Dienst Paydirekt soll dem großen US-Rivalen Paypal Marktanteile abjagen. Nach einem ersten Projekt schließen sich nun weitere Institute an.

Andere Institute bieten das neue Bezahlverfahren inzwischen ebenfalls an, unter anderen Commerzbank, Postbank und die Sparda-Banken. Die Zahl der Händler, bei denen via Paydirekt bezahlt werden kann, ist noch vergleichsweise gering. Konkurrent Paypal ist seit 2004 in Deutschland aktiv und hat nach jüngsten Angaben hierzulande 16 Millionen Kunden. Mehr als 50 000 deutsche Online-Händler bieten Paypal nach Angaben des US-Unternehmens als Zahlungsmethode an, darunter knapp 900 der 1000 größten Online-Shops in Deutschland.

Von

dpa

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