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10.06.2011

18:24 Uhr

Hypo Alpe Adria

BayernLB will noch im Juni Vorstände verklagen

Das juristische Nachspiel um das Milliardendesaster bei der Hypo Alpe Adria beginnt offenbar: Angeblich will die BayernLB gegen sieben der acht Ex-Vorstände noch im Juni klagen. Nur einer zögert den Showdown noch hinaus.

Die BayernLB will angeblich noch im Juni ihre Ex-Vorstände verklagen. Quelle: ap

Die BayernLB will angeblich noch im Juni ihre Ex-Vorstände verklagen.

MünchenDie BayernLB will nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ (Samstag) noch vor Ende Juni Schadenersatzklagen gegen acht frühere Vorstände einbringen. Unter Berufung auf informierte Kreise berichtete das Blatt, sieben der acht Ex-Vorstände seien der Bitte des Verwaltungsrates um eine Verlängerung der Verjährungsfrist um sechs Monate nicht nachgekommen. Damit läuft sie Ende Juni aus.

Schon Ende April hatte der Verwaltungsrat beschlossen, dass die Klagen vorbereitet werden sollen. In der nächsten Sitzung am 27. Juni werde das Kontrollgremium deshalb aller Voraussicht nach endgültig grünes Licht für die Klagen geben, berichtet „Die Welt“ Insgesamt gehe es dabei um 200 Millionen Euro. Die BayernLB und das bayerische Finanzministerium äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht.  

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Michael Kemmer, hingegen habe der Verlängerung zugestimmt. Er ist als Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken der einzige aus dem damaligen Führungsgremium, der noch heute eine öffentliche Position bekleidet.

Hintergrund der Schadenersatzforderungen ist der 2007 erfolgte Kauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria Group. Die Übernahme endete in einem Milliardenverlust. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ex-Vorstände Ende Mai wegen Verdachts auf Pflichtverletzung und Veruntreuung von Bankvermögen angeklagt.

Von

dpa

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