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23.12.2013

20:44 Uhr

Hypo Alpe Adria

Millionenkredit geht vorerst nicht an BayernLB zurück

400 Millionen Euro sollte die notverstaatlichte Hypo Alpe Adria bis zum Jahresende an die BayernLB zurückzahlen. Daraus wird vorerst nichts – weil ein Gutachten eine andere „Definition des Zeitraums der Krise“ hat.

Verstaatlicht und verschuldet: Die Hypo Alpe Adria stellte sich als Milliardengrab heraus. Reuters

Verstaatlicht und verschuldet: Die Hypo Alpe Adria stellte sich als Milliardengrab heraus.

Wien/Klagenfurt/MünchenDie notverstaatlichte Kärntner Hypo Alpe Adria wird eigentlich zum Jahresende fällige 400 Millionen Euro zunächst nicht an die frühere Mehrheitsaktionärin BayernLB zurückzahlen. Hypo-Sprecher Nikola Donig bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Der Standard“.

Die Summe ist Teil der noch offenen Forderungen der BayernLB in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro. Bisher galten die 400 Millionen Euro als Betrag, der von der BayernLB außerhalb der eigentlichen Krise der Hypo gezahlt wurde. „Es geht um die Definition des Zeitraums der Krise“, sagte Donig mit Blick auf neue Gutachten. In dieser Zeit gezahlte Gelder sieht die Hypo als Stärkung des Eigenkapitals, das nicht wie ein Kredit zurückgezahlt werden muss. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Die BayernLB im Überblick

Bank in Staatshand

Die BayernLB hat turbulente Jahre hinter sich - und war zeitweise fast komplett in Staatshand. Noch immer ist der Freistaat Bayern der Haupteigentümer. Das Land hält 75 Prozent an der BayernLB Holding AG. Die bayerischen Sparkassen sind mit 25 Prozent beteiligt.


Geteiltes Haus

In der Organisation ist die Bank zweigeteilt. Im Kerngeschäft kümmert sie sich etwa um mittelständische Firmen, über die Direktbank-Tochter DKB auch um Privatkunden.

Abgespaltene Töchter

Nicht mehr zum Kerngeschäft gehört unter anderem die angeschlagene ungarische Tochter MKB, die die Bank bis 2015 auf Druck der EU verkaufen muss und die zum Verkauf stehende luxemburgische Tochterbank LBLux.

Unterdessen kann sich Österreich als Besitzer der Bank mehr Zeit lassen, eine Anfechtung des Kaufs der maroden Hypo wegen Irrtums zu prüfen. Die BayernLB gewährte als einstige Verkäuferin dem Finanzministerium in Wien eine weitere Bedenkzeit bis Ende 2014, wie beide Seiten am Montag laut Nachrichtenagentur APA bestätigten.

Die Hypo, die sich als Milliardengrab herausgestellt hatte, war 2009 von der BayernLB an den österreichischen Staat zum symbolischen Preis von einem Euro verkauft worden. Seitdem musste die Alpenrepublik ihrerseits Milliarden Steuergelder zur Stützung der Bank ausgeben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Expat

23.12.2013, 21:18 Uhr

Verarschung des Steuerzahlers in dreistester Form.

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