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28.01.2011

18:12 Uhr

Hypo Group Alpe Adria

HGAA erst 2012 wieder mit Gewinn

Die Hypo Group Alpe Adria robbt sich langsam aus den roten Zahlen. Aber mit einem Gewinn rechnet die HGAA erst im Jahr 2012. Erst dann wird das angeschlagene Institut wieder Gewinne abwerfen.

Die Außenansicht der Hypo Alpe Adria Bank. ap

Die Außenansicht der Hypo Alpe Adria Bank.

HB WIEN. Die angeschlagene Hypo Group Alpe Adria (HGAA) arbeitet sich Stück für Stück aus den roten Zahlen. Das Minus im Jahr 2010 dürfte dank geringerer Vorsorgen für faule Kredite geringer als noch ein Jahr zuvor ausfallen, wie Vorstandschef Gottwald Kranebitter am Freitag vor Journalisten sagte.

„Die Kreditrisikokosten werden deutlich über eine Milliarde Euro liegen, sie werden aber deutlich unter der Vorjahresbelastung liegen und daher wird auch das Ergebnis besser sein“, sagte er. 2012 soll die HGAA dann wieder profitabel sein. 2009 hatte die sechstgrößte Bank Österreichs Vorsorgen über 1,7 Milliarden Euro bilden müssen und unter dem Strich einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen.

Die Republik Österreich hatte das Institut im Dezember 2009 übernommen, weil die HGAA unter der Last der Kreditausfälle am Balkan zu zerbrechen drohte und der damalige Mehrheitseigentümer, die BayernLB, kein frisches Geld mehr zuschießen wollte. Die Bayern beendeten ihr Engagement und verloren dabei rund 3,7 Milliarden Euro.

Obwohl die Kärntner Bank nun auf einem Berg von acht Milliarden Euro notleidenden Krediten sitze, sei sie aber derzeit ausreichend mit Kapital ausgestattet, sagte Kranebitter. Der Manager, ein früherer Berater der HGAA, soll das Institut neu ausrichten und deutlich verkleinern. Nicht zum Kerngeschäft gehörende Beteiligungen wurden zum Verkauf gestellt. Der Fokus auf Südosteuropa solle aber beibehalten werden, sagte Kranebitter. Der österreichische Staat dürfte laut seiner Einschätzung nach der Neuaufstellung und Sanierung bis Ende 2014 erfolgen.

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