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24.05.2011

12:44 Uhr

Hypo Real Estate

Bad Bank für Bilanzschrott macht Milliardenverlust

Rund drei Milliarden Euro Miese machte die Bad Bank der Hypo Real Estate. Sollte die HRE ihre Risikopapiere nur mit großen Verlusten loswerden, muss letztlich der Steuerzahler gerade stehen.

Filiale der HRE in Berlin: Die verstaatlichte Bank schreibt ohne ihre toxischen Papiere wieder schwarze Zahlen. Quelle: dapd

Filiale der HRE in Berlin: Die verstaatlichte Bank schreibt ohne ihre toxischen Papiere wieder schwarze Zahlen.

MünchenDie Bad Bank für die Immobilienbank Hypo Real Estate hat in ihrem ersten Rumpfgeschäftsjahr einen hohen Verlust eingefahren. Der Fehlbetrag der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe vom 8. Juli bis zum 31. Dezember 2010 bei 3,04 Milliarden Euro gelegen, teilte die unter dem Namen FMS Wertmanagement firmierende Bad Bank am Dienstag in München mit. Die Risikovorsorge habe in fast ähnlicher Höhe gelegen und sei der Hauptgrund für den Verlust.

Die FMS verwaltete zum Jahresende ein Portfolio von gut 174 Milliarden Euro. Gegründet im Sommer 2010, wurde sie mit einem Eigenkapital von knapp 3,9 Milliarden Euro ausgestattet.

Das Portfolio, darunter Forderungen gegenüber krisengeplagte Staaten wie Griechenland sowie Immobilienfinanzierungen, soll in den nächsten zehn Jahren möglichst ohne große Verluste abgebaut werden. Im Notfall muss der Steuerzahler über den Bankenrettungsfonds SoFFin Geld nachschießen. Nach der Auslagerung der toxischen Anlagen schreibt der einstige Dax-Konzern HRE wieder schwarze Zahlen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Petra

24.05.2011, 14:01 Uhr

Das darf ja nicht wahr sein! Für Verluste steht der Steuerzahler ein und die Bank schreibt wieder Gewinne, die dann vermutlich in Bonizahlungen und/oder (Partei)Spenden enden!
WO BLEIBT DA DIE JUSTIZ? Die gehören alle ins Zuchthaus!

Account gelöscht!

24.05.2011, 19:25 Uhr

Das ist der Irrsinn, der heutzutage problemlos und ohne jegliche Konsequenzen, von den schwachsinnigen und über alle Maßen rückgratlosen Politikern abgesegnet (abgenickt), auf die erzwungene Vernunft des Steuerzahlers losgelassen wird. Natürlich alles alternativlos. Wie groß müssen die Zwänge der Interessengruppen sein, daß so etwas sehenden Auges akzeptiert wird. Kein Wort davon, die Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen. Wir leben, ja hier wirklich, in einer echten Bananenrepublik. Es gibt keine Erklärung, warum es anders sein sollte.

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